KONSUMENT.AT - Bärlauch - Verwechslungsgefahr

Bärlauch

Knoblauch aus dem Walde

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KONSUMENT 3/2020 veröffentlicht: 27.02.2020

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Wenn der frische Bärlauch sprießt, zieht es viele Gourmands in die Wälder, doch ganz ungefährlich ist das Sammeln des Waldknoblauchs nicht.

Wenn der Wald im Frühjahr von Knoblauchdüften durchzogen wird, ist die Zeit der Bärlauchfans gekommen. In Scharen ziehen sie ins Gehölz, um die Blätter sackerlweise zu ernten. Als Pesto verarbeitet, getrocknet oder tiefgefroren kann das Küchenkraut über Monate verwendet werden.

Intensiver Knoblauchgeruch

Bärlauch gehört zur Familie der Liliengewächse. Der intensive Knoblauchgeruch, den die Pflanze während der Blütezeit verströmt, hat ihr im Volksmund den Namen Waldknoblauch oder wilder Knoblauch eingebracht. Verbreitet ist sie in fast ganz Europa und Nordasien. Bärlauch bevorzugt schattige, feuchte Böden in Laub- und Auwäldern.

Hat die Pflanze einmal Fuß gefasst, breitet sie sich meist rasch großflächig aus. Dafür sorgen in erster Linie die Tiere des Waldes. Sie verschleppen die Samen, die an Pfoten und Körpern sehr leicht haften bleiben. Auch der Name geht im Übrigen auf Bären zurück, die sich nach dem Winterschlaf davon ernährten.

Verwechslungsgefahr

Wer Bärlauch sammeln möchte, sollte sich damit auskennen. Jedes Jahr kommt es zu Vergiftungen, weil Bärlauch mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechselt wird. Bärlauchblätter treiben einzeln dicht nebeneinander direkt aus dem Boden aus. Beim Zerreiben tritt ein starker Knoblauchgeruch auf. Gesammelt werden sollte Bärlauch, bevor er blüht, weil die Blätter danach einen bitteren Geschmack annehmen.

Nie büschelweise ernten

Um sicherzugehen, dass keine unerwünschten Blätter gesammelt werden, sollte man diese nie büschelweise ernten, sondern immer einzeln pflücken. Wer ganz auf der sicheren Seite sein möchte, kann Bärlauch auch beim Gärtner einkaufen oder selber im Garten ziehen. Dabei sollte man ihn allerdings mit einem Netz bedecken, da er sich sonst im ganzen Garten verbreitet.

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