KONSUMENT.AT - Bahnfahren: Undurchschaubare Tarife - Halbpreis ist nicht immer am billigsten

Bahnfahren: Undurchschaubare Tarife

Blackbox Ticketpreise

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KONSUMENT 6/2021 veröffentlicht: 23.04.2021

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Der Preis für ein Bahnticket kann für ein und dieselbe Strecke stark schwanken. Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Preisbildung fehlen.

VOR Ticketautomat ÖBB Bahnfahren (Foto: VKI)

Die Preisentwicklung bei den ÖBB und ihren Konkurrenten WESTbahn (auf der Westbahnstrecke) und RegioJet (Wien–Prag) vergleicht die Schienen-Control GmbH jährlich an ausgewählten Stichtagen auf Beispielstrecken wie Wien–Linz, Wien–Salzburg, Wien–Graz oder Wien–Prag. Dabei werden Standard-Tickets und auch Dauerermäßigungen wie die ÖBB-Vorteilscards und angebotene Aktions-Tickets (z.B. Sparschiene Österreich oder WESTspartage-Tickets) berücksichtigt.

Undurchschaubare Tarife

Es zeigt sich, dass der Zeitpunkt des Ticketkaufs eine große Rolle für den Preis spielt. Bei ÖBB und WESTbahn konnten Fahrgäste im Jahr 2019 die maximale Preisreduktion vier Wochen vor Fahrtantritt erzielen. So sind bis zu 74 Prozent (Wien–Graz) Ersparnis möglich, wenn das Ticket zum richtigen Zeitpunkt gekauft wird – auf der Westbahnstrecke sind es bis zu rund 50 Prozent. Bei RegioJet auf der Strecke Wien–Prag war die maximale Preisreduktion sieben Tage vor Fahrtantritt zu erzielen.

Halbpreis nicht immer am billigsten

Zu beachten ist auch, dass der Halbpreis mit ÖBB-Vorteilscard nicht immer den niedrigstmöglichen Preis garantiert. Auf den Strecken Wien–Graz und Wien–Klagenfurt zahlte sich die Nutzung der ÖBB-Vorteilscard durchschnittlich erst ab einem Ticketkauf drei Tage vor Fahrtantritt aus, auf der Strecke Wien–Innsbruck bereits ab 14 Tage vor Fahrtantritt. Auf der Strecke Wien–Prag wurden mit der ÖBB-Vorteilscard überhaupt nur in Einzelfällen günstigere Ticketpreise erzielt. Auf den Strecken Wien–Graz, Wien–Klagenfurt und Wien–Prag drückt auch die starke Konkurrenz des Busunternehmens FlixBus die Preise.

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