KONSUMENT.AT - Bankomatgebühr - "Girokonten werden subventioniert"

Bankomatgebühr

Doppelt, dreifach, vielfach zahlen

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veröffentlicht: 03.05.2016, aktualisiert: 26.08.2016

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Argument: Girokonten werden subventioniert

Abwechselnd stellen Banken den Zahlungsverkehr oder das Girokonto als zu kostenträchtig hin, zwei Produkte, die angeblich durch andere Finanzprodukte quersubventioniert werden müssen. Wir können das nicht nachprüfen, nehmen diese Aussage von Anbietern aber gerne als wahr hin.

Die Erste Bank bietet für Neukunden 20 Euro Prämie Überraschung: Bringen Sie einen Neukunden zur Erste Bank, dann ist das der Bank 20 Euro wert. Sie bekommen also 20 Euro, wenn sie einen quersubventionierten Kostenverursacher empfehlen. (Quelle HP der Ersten Bank). Und weil sich der Wunschkunde zum Draufzahlgeschäft für Banken entwickelt, müssen Gebühren her - neben Kontoführungsgebühren von bis zu 200 Euro wohlgemerkt.

Einblick in den Kunden

Das Girokonto insbesondere mit Gehalts- oder sonstigen regelmäßigen Eingängen ist oft das Herzstück der Beziehung zwischen Kunde und Bank. Auf diesem Weg erhält die Bank Einblick in die finanziellen Möglichkeiten eines Kunden: welche Versicherungen bezahlt werden, wieviel monatlich übrig bleibt usw. usf. Dass Banken daraus Kapital schlagen und die interessanten Kunden zu Beratungsgesprächen einladen ist daher nur logisch. Dort können dann gezielt Produkte verkauft, umgeschichtet und neu zusammengestellt werden.

Happige Gebühren für Händler

Der angeblich so defizitäre Zahlungsverkehr besteht nicht nur aus Privatkunden. Die Kontomodelle für Unternehmen, deren Preise und Extra-Gebühren, sind eine ganz andere Geschichte. Auch Händler müssen, wenn Kunden mit Bankomat- oder Kreditkarte zahlen, dafür oft happige Gebühren zahlen. Bei jeder unbaren Zahlungsverkehrsbuchung nascht ein Finanzdienstleister mit. So gesehen ist eine Gebühr auf Bargeld aus Sicht der Bank nur konsequent.

Druck aufs Bargeld

Indem die Bank Bargeld teurer macht baut sie Druck auf, damit der Kunde immer mehr unbar zahlt (z.B. Onlinebanking oder mit Karte an der Supermarkt-Kassa). Auch an diesen Transaktionen verdienen Zahlungsdienstleister zumindest im niedrigen Prozentbereich.

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Kommentare

  • wie immer zuerst kostenlos und dann kommen die Gebühren
    von Legeny2005 am 17.07.2016 um 18:12
    Schon vor 50 Jahren bemühten sich die Banken um Kunden für kostenlose Gehaltskonten dann kamen die GEBÜHREN! Scheckformulare waren vorerst- in jeder Menge- kostenlos, dann wurde die Stückzahl auf 20 Stk. pro Anforderung reduziert und nicht unerheblich VERRECHNET! Die Ami-Bank ist bei Bankomatgebühren sicher nur Vorreiter. "Unsere" Banken werden bestimmt in absehbarer Zeit mit irgend welchen Schmähs nachziehen.
  • Bankomatgebühren bei Euronet - PIN
    von REDAKTION am 13.07.2016 um 10:00
    an Jahnr: Bankomaten können den PIN-Code sehr wohl an Hand der Daten der Karte überprüfen. Dies ist auch deswegen erforderlich, weil der Bankomat auch im Offline-Betrieb eine Prüfung vornehmen muss. Ihr KONSUMENT-Team
  • Bankomatgebühren bei Euronet - PIN?
    von jahnr am 12.07.2016 um 18:45
    Hallo, wie ich höre arbeitet Euronet unabhängig von den Banken. WIE kann Euronet den PIN-Code prüfen, wenn dieser NICHT, wie immer behauptet, aus den Kartendaten errechnet werden kann
  • Bankomatgebühr Pro !
    von rennerrich am 25.05.2016 um 15:54
    Outing: Ich bin für die Bankomatgebühr ! Ich leiste mir den Luxus, mein Konto bei meiner lokalen Bank zu erhalten und bezahle damit für den Service einer lokalen Filiale mit (noch) persönlicher Betreuung. Ich sehe aber nicht ein, mit meinen Kontogebühren auch für jene mitzuzahlen, die Ihr (bilig- oder gratis- )Konto bei einer Onlinebank ohne Infrastruktur haben. Kostenwahrheit bitte !
  • Verstaatlichung der Banken wäre eine Alternative
    von ling am 13.05.2016 um 17:30
    Bei allem Respekt: Ich habe selten so einen Unsinn gehört. Seit wann hat eine Verstaatlichung von Betrieben etwas verbessert? Vielleicht noch Politiker in den Aufsichtsrat setzen und so die österreichische Mentalität von Nehmen und Geben lassen pflegen? Wenn Sie schon einen staatlichen Eingriff fordern bzw andenken, dann wohl eher ein gesetzliches Verbot dieser Gebühren. In der EU geht das doch auch, nur möchte man es bei uns offenbar nicht so durchsetzen. Die aktuelle Diskussion bzw "Vereinbarung" zwischen BMF und Banken ist doch nur ein Hinauszögern, verhindern werden wir dadurch eine "angedachte" Gebühr sicher nicht.