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Baumärkte in Osteuropa

Schnäppchen sind die Ausnahme

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Konsument 9/2004 veröffentlicht: 20.08.2004

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Vergleiche schwer möglich

Was die Vergleichbarkeit betrifft, darf man sich allerdings nicht zuviel erwarten. Bei vielen No-Name-Produkten (etwa bei Bauchemikalien wie Zement oder Fliesenkleber) lässt sich nur mit Mühe eruieren, ob sie dem gewohnten Standard entsprechen. Ytong-Ziegel haben in Tschechien und Slowakei ein anderes Norm-Maß als bei uns. Und selbst das Angebot von Marken-Produkten stimmt nicht überein. Bohrmaschinen, die äußerlich nichts unterscheidet, haben unterschiedliche Typenbezeichnungen, oder die Nennleistung ist verschieden.

Daher ist auch der Vergleich eines bestimmten Warenkorbes nicht möglich, aber eine Tendenz lässt sich sehr wohl herauslesen: Und die fällt nicht unbedingt erwartungsgemäß aus. Tschechien ist alles in allem am billigsten, gefolgt von Österreich, während Ungarn und die Slowakei teurer sind. Zu beachten ist, dass in der Tabelle nur ein Teil aller erhobenen Artikel angeführt ist.

Billige Alu-Leiter

Die Preisunterschiede folgen keiner Logik. Die letzte Spalte in der Tabelle weist die Differenz zwischen dem niedrigsten Wert im Ausland und dem niedrigsten in Österreich in Prozent aus. In den meisten Fällen ist zwar eine negative Differenz ausgewiesen, das heißt, man kann im Ausland billiger kaufen. Doch der Unterschied beträgt in vielen Fällen nur ein paar Prozent. Allerdings: Eine Alu-Leiter ist in Ungarn um ein Drittel des österreichischen Preises zu haben. Die höchste Preisdifferenz haben wir bei Klebemörtel für Porensteine (wie Ytong) festgestellt: Er ist in Tschechien um 72 Prozent billiger.

Doppelte und dreifache Kosten

Umgekehrt kostet beispielsweise eine WC-Muschel in Ungarn bis doppelt so viel wie in Österreich. Ein Elektroinstallationsschlauch kommt in der Slowakei auf mehr als das Dreifache. Elektrogeräte (für Haus und Garten) sind – so weit vergleichbar – in Österreich überwiegend günstiger. Aber auch hier gibt es natürlich Gegenbeispiele: So kostet die OK-Heißluftpistole in Tschechien und der Slowakei nur halb so viel wie hierzulande. Die Skil-Schlagbohrmaschine ist um 14 Prozent billiger.

Bei den Preisvergleichen darf nie vergessen werden, dass man auch beim Umwechseln Geld verliert.

Mit Bankomat bezahlen - nicht wechseln

Beim Bezahlen mit Bankomat- oder Kreditkarte hält sich der Verlust in Grenzen, doch wer daheim Euro in Auslandswährung wechselt, verliert so viel, dass von einem Preisvorteil von ein paar Prozent nichts mehr über bleibt (Näheres siehe dazu: Weitere Artikel - "Geld im Urlaub 6/2004"). Dazu müssen natürlich auch die Fahrtkosten gerechnet werden. Ein überschlagsmäßiges Beispiel: Selbst bei einem Großeinkauf über 1500 Euro im billigsten Land Tschechien kann man sich im günstigen Fall 100 Euro ersparen. Und davon müssen dann noch Wechselspesen und Treibstoffkosten abgezogen werden.

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