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Eigenheimsanierung, Teil 1

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Konsument 6/2000 veröffentlicht: 25.05.2000

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Sanierung oder Neubau?

Die Erstellung eines Gesamtkonzepts kann natürlich auch zu dem Schluss führen, dass eine Teilsanierung ausreicht, eine weitergehende Komplettsanierung hingegen eine nur mehr geringe Energiekostenreduktion mit sich brächte, die den erforderlichen Aufwand nicht rechtfertigt. Ebenso kann das Ergebnis einer Bestandsaufnahme sein, dass das Gebäude nicht sanierbar ist, dass es rationeller ist, das Haus abzureißen und einen Neubau vorzunehmen. Das ist beispielsweise bei großen Bauschäden denkbar, bei hoher Mauerfeuchtigkeit oder falsch angeordneten Räumlichkeiten, Fenstern oder Türen. In einem solchen Fall sollte man sich nicht auf einem Grundsatz einbetonieren – hier „Altes um jeden Preis erhalten“, dort „einen Neubeginn ohne Kompromisse setzen“. Entscheidend ist die Frage: Käme ein Neubau (samt Abbruchkosten) billiger als eine Sanierung?

Lebensqualität berücksichtigen

Im Streben nach immer effizienterem Energieeinsatz sollte indessen der Faktor Mensch nicht zu kurz kommen. Innenraumklima, Licht-Schatten-Verhältnisse und die Bedingungen für Arbeits- und Lebensabläufe können auf die menschlichen Bedürfnisse hin optimiert werden. Auch anlässlich einer Sanierung lassen sich dabei Verbesserungen erzielen. Leider ist dies nicht so einfach zu planen wie klassische Energieeinsparungsmaßnahmen, weil es keine Produktivitätskennzahlen für Hausarbeit oder gar Kennzahlen für Lebensqualität gibt.

Ausbaumöglichkeiten für die Zukunft

Eine Haussanierung sollte mindestens 30 Jahre überdauern. Die Lebensgewohnheiten und Bedürfnisse können sich hingegen wesentlich schneller ändern. Daher sollte man sich Ausbaumöglichkeiten für die mittelbare Zukunft offen halten. Dazu gehören etwa die Trennung in separate Wohneinheiten, flexible Gestaltung der Innenwände (soweit es die Statik erlaubt) oder Adaptierungsmöglichkeiten für eine künftige Nutzung von Solarenergie.

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