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Eigenheimsanierung, Teil 2

Gut geplant ist halb saniert

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Konsument 8/2000 veröffentlicht: 14.05.2002

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Keine profunde Bestandsaufnahme

Keine der fünf Baufirmen, die einen Kostenvoranschlag erstellt haben, hatte zuvor eine profunde Bestandsaufnahme durchgeführt. Die Professionisten beschränkten sich auf eine bestenfalls oberflächliche Schadenserhebung und auf die Erfassung der relevanten Abmessungen des Hauses. Eine Firma verzichtete überhaupt auf eine Besichtigung des Objektes. Die Dimensionierung der Wärmedämmung oder andere Details einzelner Baukomponenten, die Auswirkungen auf den Energieverbrauch oder auf die Wohnqualität haben könnten, blieben unbeachtet.

Ganz zu schweigen von jenen Überlegungen, die eine Gesamtsanierung eigentlich ausmachen. Denn die Sanierung eines Eigenheims – in aller Regel die größte private Investition im Leben eines Menschen – sollte zum Anlass genommen werden, eine Bestandsaufnahme durchzuführen; mit dem Ziel, alle vorhersehbaren Umbaumaßnahmen mit zu berücksichtigen.

Man muss davon ausgehen, dass derzeit nur wenige Bauunternehmen solche Überlegungen anstellen. Man orientiert sich in der Regel an Förderrichtlinien des betreffenden Bundeslandes, achtet also darauf, dass der Energiestandard (mit möglichst einfachen Mitteln) erreicht wird. Eine ganzheitliche Sanierungsberatung, die dem Auftraggeber die Fülle an Möglichkeiten eröffnet, die im Rahmen einer Althaussanierung verwirklicht werden könnten, eine überschlagsmäßige Kosten-Nutzen-Rechnung um abzuschätzen, welche Sanierungsschritte sich bei der bestehenden Gebäudesubstanz lohnen, das wird von den meisten Baufirmen nicht geboten.

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