KONSUMENT.AT - Eigenheimsanierung, Teil 2 - Welcher Standard?

Eigenheimsanierung, Teil 2

Gut geplant ist halb saniert

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Konsument 8/2000 veröffentlicht: 14.05.2002

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Mindeststandard: 8 Liter

Das 8-Liter-Haus (Heizenergieverbrauch 80 kWh/m2) entspricht dem Stand der Technik und den Anforderungen der meisten Bauvorschriften für Neubauten. Dieser Standard ist in der Regel auch Orientierungspunkt bei Förderungen für die Altbausanierung.

Niedrigenergiehaus: 5 Liter

Durch bessere Wärmedämmung (Beispiel: 16 cm statt 8 cm dicke Dämmplatten, 3-Scheiben- statt 2-Scheiben-Verglasung), eine effizientere Heizanlage (Brennwertkessel statt konventionellem Gaskessel) und automatischen Luftaustausch durch kombinierte Be- und Entlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung kann der Energieverbrauch weiter abgesenkt werden. Der Mehraufwand, um von einem 8-Liter- auf ein Niedrigenergiehaus zu kommen, ist oft gar nicht so hoch. Stärkere Dämmplatten oder besser isolierte Fenster sind manchmal lediglich um 10 bis 15 Prozent teurer; die Montagekosten bleiben gleich.

Passivhaus: 1,5 Liter

Beim Passivhaus werden die Wärmeverluste so stark reduziert, dass es ohne Brennstoffheizanlage auskommt (daher der Begriff „passiv“). Die gerade 1,5 Liter Heizenergie pro m2, die noch zugeführt werden müssen, können durch eine Solaranlage mit entsprechend groß dimensioniertem Speicher sowie durch Wärmerückgewinnung aufgebracht werden. Für Neubauten ist der Passivhausstandard auch nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten attraktiv und keine Utopie mehr. Für Altbauten wird er allerdings nur in seltenen Fällen zu verwirklichen sein.

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