Energieberatung

Schwachstellenanalyse

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Konsument 4/2009 veröffentlicht: 19.03.2009

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Wer darf sich Energieberater nennen?

DI Brandstetter: Im Prinzip kann jeder dieses Gewerbe anmelden. Es zählt zu dieser riesen­großen Gruppe der freien Gewerbe, bei denen man keine Qualifikation nachweisen muss.

Wie komme ich zu einem guten Energieberater?

DI Brandstetter: In jedem Bundesland existieren Beratungsstellen, wo es Informationen zum Thema Energieberatung gibt, bzw. hat diese Beratungsstelle selbst Energieberater. Das sind im Normalfall sehr erfahrene Leute, die das schon jahrelang machen. Die beste Werbung ist Mundpropaganda. Hören Sie sich also zuerst einmal im Freundes- oder Bekanntenkreis um.

Was kostet eine Energieberatung?

DI Brandstetter: Das ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. In Niederösterreich übernimmt das Land die Kosten zu 100 Prozent. In anderen Bundesländern gibt es Zuschüsse, die im Schnitt bei rund zwei Drittel der Kosten liegen.

Wie viel verlangt ein Energieberater am freien Markt?

DI Brandstetter: Je nach Qualifikation muss man mit 50 bis 70 Euro pro Stunde rechnen. Bei 70 Euro sollten die Fahrtspesen schon enthalten sein.

Machen Energieberater auch komplette Sanierungskonzepte?

DI Brandstetter: Einige Energieberater bieten die Erstellung von Sanierungskonzepten an. Wir haben häufig mit Kunden zu tun, die absolut keine Bauerfahrung und kein handwerkliches Geschick haben. Es gibt auch Berater, die Unterstützung bei der Ausschreibung und bei der Auswahl der Professionisten anbieten. Manche machen sogar die Bauaufsicht, also die Begleitung der gesamten Sanierung.

Gibt es Rundumbetreuung auch von einem Energieberater, den das Land zur Verfügung stellt?

DI Brandstetter: Prinzipiell ja, allerdings unter der Voraussetzung, dass er die dafür notwendige Berechtigung hat. Finanzieren muss diese Dienstleistung dann der Kunde. Eine Rundumbetreuung ist aber speziell für Laien in der Baubranche zu empfehlen.

Häufig sind wir auch mit Fehlern im Baubereich konfrontiert. Vor allem Menschen, die sich im Baubereich überhaupt nicht auskennen, laufen Gefahr, diese Fehler nicht zu erkennen. Und haben dann vielleicht in drei oder fünf Jahren ein großes Problem mit ihrer gut gemeinten Sanierung.

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Kommentare

  • Thermografie
    von REDAKTION am 13.11.2009 um 16:36
    Bei einem relativ neuen Haus ist die Thermographie praktisch die einzige Möglichkeit, Schwachstellen, die zu Energieverlusten führen, ausfindig zu machen. Fragen Sie am besten bei Ihrem Energieversorger nach, ob er dieses Verfahren anbietet und was es kostet.
  • Wärmebildkamera
    von Holzmann1 am 06.10.2009 um 09:32

    Ich bin interessiert an Anbieter die mit einer Waermebildkamera Fotos von unserem Haus machen koennen - Haben sie dazu einen Tipp?

    Unser Haus wurde in 2003 errichtet nach den OE-Normen (Fensterdichtungen) Wir haben ein Ziegel-Massiv-Haus (30cm+10cm VWS). Gerne wuerde ich die "Schwachstellen" sehen koennen. Letzends habe ich eine Anzeige vom Baumax gesehen, der max. 4 Bilder zum Preis von knapp 100 Euro. Allerdings der Pferdefuss dabei ist, wenn es widrige Wetterverhaeltnisse gibt, dann gibt es keine Aufnahmen, auch nicht zu guenstigeren Wetterverhaeltnisse, sondern lediglich einen Warengutschein. http://www.baumax.at/flugblatt/waermebild/blaetterkatalog/index.html Auch wenn der Warengutschein in einer hoeheren Summe angeboten wird, finde ich das Angebot nicht OK.

    Danke im voraus fuer Ihre Antwort!

Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo