KONSUMENT.AT - Energiekosten-Stop 2015 - Leserreaktionen

Energiekosten-Stop 2015

Neuauflage!

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KONSUMENT 2/2015 veröffentlicht: 29.01.2015, aktualisiert: 26.03.2015

Inhalt

Leserreaktionen

Nicht jeder kann wechseln

Vor allem durch den Konsumentenschutz wird in den Medien der Eindruck vermittelt, der Bürger kann es sich aussuchen, welchen Anbieter er beim Gas wählt. Was jedoch nicht erwähnt wird ist: Es gibt Konstruktionen in denen der Mieter einer Wohnung den Gasanbieter nicht frei wählen kann. Mein Vermieter hat eine GesmbH gegründet. Hinter dieser GesmbH versteckt sich der Vermieter als Eigentümer. Die Wohnungen, (Anzahl ca. 40) die er vermietet, werden durch eine zentrale Anlage beheizt und auch das Warmwasser aufbereitet. Der Gas-Vertrag besteht zwischen den Vermieter und Wien Energie, ein Wartungsvertrag ist mit angeschlossen. Ein Wechsel des Anbieters ist nicht möglich. Eigentlich müsste dies gegen die Richtlinien der EU sein. Und kein Schwein kümmert sich um diese Richtlinien. Denn der kleine Bürger hat weder das Geld noch andere Ressourcen, um dieses Recht einzuklagen.

Was mich eigentlich hier am meisten ärgert, ist nicht das nicht endenwollende kapitalistische Ausziehen der Massen, sondern dass auch sogenannte Institutionen unter dem Credo „Vertretung der Bürgerrechte“ ein falsches Bild in die Welt setzen. Es ist einfach nicht richtig, dass jeder seinen Anbieter frei wechseln kann.

Mit freundlichen Grüßen und dem Wissen, dass dieser Leserbrief sicherlich nicht veröffentlicht wird.

Rudolf Schwangler
Wien
(aus KONSUMENT 4/2015)

Den Gasanbieter zu wechseln setzt voraus, dass es einen Liefervertrag zwischen dem Mieter und dem Anbieter gibt. In diesem Fall ist aber der Vermieter der Vertragspartner. Dass hier der Mieter den Gaslieferanten nicht wechseln kann, verstößt gegen kein Gesetz. Konsumenten sind daher gut beraten, sich vor Eingehen eines Mietvertrages (wenn nötig unter Beiziehung einer Mieterberatungsstelle) die zentralen Vertragsbedingungen genau anzusehen – dazu gehören auch die Bedingungen und Kosten für die Energieversorgung.

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Kommentare

  • Netzkosten
    von chris1976 am 06.02.2015 um 17:14
    Ich wechsle auch regelmäßig den Stromanbieter, nichts desto trotz sind zwei Drittel der jährlichen Stromrechnung Netzkosten die nicht beeinflussbar sind. Ob diese "heilige Kuh" jemals geschlachtet wird, ich bezweifle es. Energiesparen ist zumindest unter diesem Aspekt mehrfach zu überlegen, wenn es mit nicht unbedingt nötigen Investitionen einhergeht, z.B. kauf ich mir LED Lampen um 5€ pro Stück fürs Vorzimmer, was gleich mal 20€ für einen Lampenschirm bedeutet oder lass ich alles beim Alten weil das Licht brennt hier eh selten und die 20€ bekomme ich über die Stromrechnung erst in 10 Jahren wieder rein, wenn überhaupt.
  • Vielen Dank für diese Aktion
    von shoper1030 am 02.02.2015 um 11:59
    Habe schon mehrmals den Anbieter gewechselt und kann nur raten mind. alle 2 Jahre die Tarife zu prüfen und wenn notwendig zu wechseln. Jedoch am meisten lässt sich mit energieeffizienten Geräten sparen -). Wir haben letztes Jahr die Firma auf LED- Raumbeleuchtung umgestellt. Denke in ca. 7 Jahren hat sich der 1x Invest amortisiert. Bei steigenden Energiepreisen noch schneller.
  • Hat sich ausgezahlt
    von powerplana am 31.01.2015 um 22:31
    Hab letztes Jahr gewechselt, da waren´s beim Strom 120 Euro, beim Gas auch noch 80, bin schon neugierig, was diesmal rauskommt, hab mich schon angemeldet
  • na ja
    von Max Mustermann am 29.01.2015 um 17:37
    mir hat die Aktion nichts gebracht. Ich habe jetzt bei e-control den Rechner angeworfen und bin bei Pullstrom gelandet - 92 € Ersparnis gegenüber stromdiskont.