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Energiekosten-Stop: 6. Auflage

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KONSUMENT 1/2019 veröffentlicht: 20.12.2018, aktualisiert: 01.03.2019

Inhalt

Leserreaktionen

Der Leserbrief „Aktion Energiekosten-Stop“ vertritt nicht meine Meinung. Ich habe mich das erste Mal 2015 bei der Aktion beteiligt. Für mich war damals der Stromanbieter „oekostrom“ am günstigsten. Als ich meinen jahrelangen Stromanbieter „Energie Steiermark“ bat, kulanzweise die gleichen Tarife wie „oekostrom“ zu bekommen, bekam ich die Antwort, sie hätten dieses Jahr schon die Tarife gesenkt, und außerdem boten sie mir an, ich soll mir ein energiesparendes Gerät anschaffen, dafür bekomme ich 30 Euro Zuschuss. Darauf antwortete ich der „Energie Steiermark“, sie sollen meinen Strombedarf von 1989 (ca. 27.000 kWh) zu 2014 (ca. 9.500 kWh) vergleichen. Auf diese Anfrage bekam ich keine Antwort mehr und ich habe daher zu „oekostrom“ gewechselt. Wenn der regionale Stromanbieter so reagiert, darf sich niemand wundern, dass man wechselt.
Kurt Repe, E-Mail

Skeptisch

Ich nehme es gleich vorweg: Ich sehe Ihre Aktion „Energiekosten-Stop(p)“ sehr skeptisch und habe nach wie vor nicht vor, bei so einer Aktion mitzumachen. Alleine schon die Formulierung „-Stop(p)“ ist für mich ein Grund hier skeptisch an die Sache heranzugehen. „Stop(p)“ suggeriert mir nämlich „Ende“ oder „Halt“. Dem ist aber nicht so: Für die Energie muss auch weiterhin bezahlt werden (wenn auch vermeintlich weniger).

Die wirklichen Gründe, mich nicht an sowas zu beteiligen, sind aber folgende: Ich möchte – so wie ich das bei Lebensmitteln und sonstigen Waren des täglichen Gebrauchs auch mache – auch meine Energie nicht bei irgendeinem Discounter einkaufen. Regionalität ist mir auch hier sehr wichtig. Es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich regionale Unternehmen damit unterstützen kann, dass ich ihre Waren und Dienstleistungen kaufe. Denn auch dort arbeiten Menschen, von denen ich hoffe, dass auch sie die regionalen Produkte der Firma bevorzugen, für die ich arbeite.

Erst, wenn das – aufgrund fehlender regionaler Angebote – nicht möglich ist, muss ich wohl oder übel was von weiter weg kaufen. Erst dann schaue ich auf den Preis. Gut, ich bin in der glücklichen Situation, dass ich mir das leisten kann, aber ich denke auch, das könnten die allermeisten der Leute, die bei der Aktion mitmachen ebenso. Ich vermute, hier geht es vielen Leuten nur darum, den alten – für mich unsinnigen – Slogan „Geiz ist geil!“ umzusetzen. (Zumindest) ich frage mich, zu welchem (letztendlichen) Preis...

User "GeHuNi"
(aus KONSUMENT 2/2019)

Vielen Dank für Ihre konstruktive Kritik. Beim Energiekosten-Stop ist es uns ein Anliegen, strenge Qualitätskriterien und faire Preise unter einen Hut zu bekommen. So können beispielsweise nur jene Ökostromlieferanten an der Aktion teilnehmen, die 100 % Herkunftsnachweise für Ökostrom aus Österreich anbieten. Weitere Produktkriterien sind u.a. eine Preisgarantie von 18 Monaten und der Verzicht auf einen Neukundenbonus.

Eines unserer Ziele ist es, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Strom- und Gaslieferanten in Österreich frei wählbar sind – den absolut günstigsten Preis am Markt bereitzustellen, ist hingegen nicht unser vorrangiges Bestreben. Alle Infos zur Aktion gibt es hier: www.energiekosten-stop.at

Die Redaktion

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