Energiesparen im Wohnzimmer

Stromfressern auf der Spur

Seite 3 von 7

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 4/2010 veröffentlicht: 17.03.2010

Inhalt

Die leidige Stand-by-Frage

Der Großteil der vermeidbaren Stromkosten entsteht bei den meisten elektronischen Geräten durch den Stand-by-Verlust. Etliche PCs haben z.B. keinen Netzschalter. Wird der Rechner heruntergefahren, verbraucht das Netzteil weiterhin Strom. Besonders ungünstig ist das Verhältnis beim Drucker, der nur rund 30 Prozent seines Stromverbrauchs für den tatsächlichen Betrieb konsumiert, den Rest für die Dauerbereitschaft. Genauso in Dauerbereitschaft sind u.a. Modem/Router und, falls vorhanden, das Faxgerät.

Stand-by-Verbrauch alter Geräte

Ein guter PC-Bildschirm sollte im Stand-by nicht mehr als zwei Watt verbrauchen; allerdings sind auch diese zwei Watt unnötig. Da sich der Stand-by-Verbrauch vor allem bei alten Geräten (PC und Peripherie) bis auf 200 kWh pro Jahr summieren kann, gehören sie über eine Steckerleiste mit dem Netz verbunden, die ausgeschaltet wird, sobald der PC herunter- und der Druckerkopf in seine Ruheposition gefahren ist.

Nicht alles kann man abschalten

Allerdings gibt es dabei Einschränkungen: Das Faxgerät muss nach einer Trennung vom Netz meist neu konfiguriert werden. Und wenn Sie mit dem Festnetztelefon von der klassischen Post-Standleitung auf einen Internetanbieter umgestiegen sind, muss das Modem ebenfalls 24 Stunden am Tag in Betrieb sein. Stand-by-Verbrauch: fünf bis zehn Watt. Die Handyladestation hingegen sollte nur angesteckt sein, wenn der Akku geladen wird.

Geräte im "Dauerlauf"

Beim Fernseher gibt es ebenfalls Geräte im "Dauerlauf" (das TV-Gerät sollte ohnehin immer mit dem "Aus"-Knopf und nicht über die Stand-by-Taste an der Fernbedienung ausgeschaltet werden): Sowohl DVBT- Box als auch SAT-Receiver sind ordentliche Stromfresser. DVB-T-Boxen brauchen bis zu neun Watt im Stand-by (Jahresverbrauch ca. 70 kWh), bei den wenigsten Geräten gibt es einen Aus-Schalter. Bei SATEmpfängern kann der Stand-by-Verbrauch von 18 kWh pro Jahr (neue Geräte) bis über 500 kWh pro Jahr (alte Geräte) schwanken.

Ausschalten nicht immer möglich

Kann ein DVD-Player (Stand-by-VerVerbrauch: ein Watt) jederzeit ausgeschaltet werden, so ist das bei Video- und DVDRecordern (Stand-by-Verbrauch: drei Watt) nicht immer möglich: Sie können dadurch Programme und Programmierung verlieren, eine vom Netz genommene Digitalbox des Kabelbetreibers kann den elektronischen Programmführer (EPG) nicht automatisch aktualisieren.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
1 Stimme
Weiterlesen

Kommentare

  • Laser TV ?
    von chabron am 02.04.2010 um 17:43
    was ist mit der neuesten Entwicklung ? dem Laser TV ? LED LCD macht ja schon Sinn wenn man den Verbrauch anschaut, aber selbst da geht noch Einiges an Verbrauch herunter, denke ich habe einen Grundig M72 795 TOP, also ein älteres Baujahr - der braucht so ca. 95 bis 100 Watt, was ja nicht unbedingt ein Gefräßiger ist, da gibts schon andere "Kisten" hab ihm schon mal sein Leben retten müssen, 1 A Bild, Gott sei Dank kann ich s selber, der bleibt bis was Brauchbares beim Energieverbrauch erscheint
  • Glühbirnen werden verboten
    von chabron am 01.04.2010 um 18:49
    aber die 50 Watt "Brenner" von Halogen-Beleuchtungen nicht da werden bei einer "normalen" Zimmerbeleuchtung mit 4 Lampen 200 Watt !!! pro Stunde verbrannt, diese "Halogenbrenner" wären als Ertes zu verbieten und nicht die Glühlampe mit nur 60 Watt ich selber habe sogar schon Energiesparlampen gegen LED Lampen getauscht Fazit, die Kunden werden verarscht !!!
KONSUMENT-Probe-Abo