KONSUMENT.AT - Energiesparlampen im Test - Energiesparlampen im Test

Energiesparlampen im Test

Gut für Börsel und Umwelt

Seite 2 von 15

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 3/2008 veröffentlicht: 20.02.2008

Inhalt

Helligkeitsabnahme

Ein grundsätzlicher Nachteil der Energiesparlampen ist die Helligkeitsabnahme bei fortschreitender Brenndauer. Selbst „gute“ Produkte verloren im Test schon nach 2.000 Stunden bis zu 17 Prozent ihrer Helligkeit, die Reflector-Modelle mit einem Viertel bis einem Drittel sogar noch deutlich mehr. Nach 10.000 Stunden erreichten die Reflector- Lampen Isotronic R80 und Megaman Compact Reflector R50 überhaupt nur noch rund die Hälfte ihrer ursprünglichen Helligkeit, aber auch bei den herkömmlichen Sparlampen waren jene mit weniger als 20 Prozent Helligkeitsverlust in der Minderheit.

Spätzünder

Wobei die Helligkeit auch von der Umgebungstemperatur beeinflusst wird. In unseren Breiten problematisch sind in erster Linie winterliche Minusgrade. Diese bremsen zugleich die Geschwindigkeit, mit der die Lampe beim Einschalten aufleuchtet und ihre volle Helligkeit erreicht (einer der augenscheinlichsten Unterschiede gegenüber der Glühlampe). Mit niedrigen Temperaturen kamen Megaman Compact Classic 11 W, Osram Dulux Superstar Globe 21 W und Philips G120 Soft white 20 W am besten zurecht, sie haben zudem eine lange Lebensdauer.

Mehr Licht, weniger Wärme

Andererseits bringt die Verwendung von Sparlampen den großen Vorteil, dass man praktisch nicht auf die Watt- Begrenzung der Leuchten achten muss. Energiesparlampen werden vernachlässigbar warm, weshalb Sie auch leistungsstärkere Modelle verwenden können, die mehr Licht geben, aber dabei immer noch eine spürbare Einsparung bringen. Voraussetzung ist lediglich, dass die Lampe unter dem Schirm oder der Abdeckung Platz findet, was bei der Stabbauform („Stick“) aufgrund ihrer Länge nicht immer der Fall ist. Als Alternative gibt es kerzen-, birnen- und kugelförmige Modelle (letztere oft unter der Bezeichnung „Globe“).

Schwachpunkt Farbwiedergabe

So wie bei den altbekannten Leuchtstoffröhren finden Sie auch bei den Sparlampen unterschiedliche Lichtfarben und -spektren. Dem als „kalt“ empfundenen Weiß für Büro- und Arbeitsräume (Tageslichtlampen) steht die „gemütlichere“ Lichtfarbe „Warmweiß“ für Wohnräume gegenüber. Diese verfälscht allerdings die Umgebungsfarben (insbesondere Rottöne), während Tageslichtlampen nahe an die gewohnte, natürliche Farbwiedergabe herankommen. Wie bei der Temperaturempfindlichkeit erwähnt, unterscheiden sich die Sparlampen auch dadurch von den Glühlampen, dass sie nach Betätigung des Lichtschalters nicht augenblicklich hell aufleuchten. Sie benötigen eine gewisse Startzeit und erreichen erst allmählich ihre volle Helligkeit. Je schneller beides erfolgt, desto eher eignet sich eine Lampe für den Einsatz in WC, Badezimmer oder Stiegenhaus, wo aus Komfort- und Sicherheitsgründen möglichst rasch viel Licht gefragt ist.

Schaltfestigkeit - Lebensdauer

Außerdem ist in diesen Bereichen die Schaltfestigkeit ein wichtiges Kriterium, sprich die Eignung für kurze Einschaltdauer und häufiges Ein- und Ausschalten. Dies verkürzt nämlich bei vielen Sparlampen die Lebensdauer. Wichtig ist, dass sie mit einem elektronischen Vorschaltgerät und Vorheizfunktion ausgestattet sind. Bewährt haben sich hier im Test vor allem Osram Dulux Superstar Globe 21 W bzw. für gezielte Lichteffekte Megaman Compact Reflector R50. Grundsätzlich gilt, dass zwischen dem Ein- und Ausschalten zumindest zwei Minuten liegen sollten.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
8 Stimmen
Weiterlesen