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Handystrahlen

Ein Schein von Risiko

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Konsument 5/2002 veröffentlicht: 24.04.2002

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Doch Ergebnisse aus Tierversuchen sind nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragbar. Wie überhaupt für die zahlreichen Studien über Schäden durch Hochfrequenzfelder gilt: Sie konnten bislang nicht bestätigt werden – zumindest nicht nach wissenschaftlichen Kriterien.

Grenzwerte sind unnötig hoch

Angesichts der nicht zu leugnenden Verdachtsmomente stellt sich allerdings die Frage, ob es ausreicht, sich auf wissenschaftliche Prinzipien zurückzuziehen, während die Mobilfunkindustrie ihre Expansion ungehindert fortsetzen kann. Das Wissen über die biologischen Effekte ist noch sehr gering. Das spricht dafür, den Vorsorgegrundsatz anzuwenden, denn ein gesundheitliches Risiko durch nicht-thermische Effekte ist zwar nicht nachweisbar, aber auch nicht auszuschließen. Das würde allerdings bedeuten, dass man die derzeit gültigen Grenzwerte für Handys und Mobilfunksender vergessen kann. Denn die wurden im Hinblick auf thermische Wirkungen erlassen und nicht, um Schutz gegen biologische Effekte zu bieten. Daher die Forderungen der Mobilfunk-Kritiker, die Grenzwerte drastisch zu senken – um den Faktor 1000 oder noch mehr. Aber auch das könnte noch keinen absoluten Schutz garantieren. Denn man weiß einfach zu wenig über den Zusammenhang zwischen elektromagnetischer Feldstärke und daraus resultierenden biologischen Auswirkungen.

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