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Handystrahlen

Ein Schein von Risiko

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Konsument 5/2002 veröffentlicht: 24.04.2002

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Pragmatische Lösung: Reduzierung auf technisches Minimum

Dennoch spricht einiges dafür, dass mit einer Reduktion der Strahlungsintensität das (potenzielle) Gesundheitsrisiko minimiert werden kann. Eine pragmatische Lösung wäre daher, die Feldstärke auf das technisch mögliche Minimum zu reduzieren. Ganz im Sinne des Vorsorgeprinzips, unnötige Belastungen zu vermeiden. Derzeit gilt für Handys ein EU-Grenzwert (SAR) von 2 Watt/kg Körpermasse. Die so genannte Spezifische AbsorptionsRate (SAR) gibt die Höhe der Feldstärke an, die bei einem ans Ohr gehaltenen Handy vom Kopf absorbiert wird. Und die darf eben die besagten 2 Watt pro Kilogramm Körpermasse nicht übersteigen.

Technisch möglich

Dieser Wert kann von praktisch allen aktuellen GSM-Handys locker eingehalten werden. Wie Tests in Deutschland und der Schweiz ergaben, liegen die SAR-Werte generell unter 1 W/kg, das niedrigste Ergebnis im 900-Megahertz-Band liegt bei 0,10 W/kg, die Werte für das 1800-Megahertz-Band liegen zum Teil noch darunter. In Zukunft wollen die Hersteller den SAR-Wert ihrer Modelle auch in der Bedienungsanleitung angeben (bei einigen schon der Fall); der wird allerdings nicht von unabhängiger Stelle überprüft. Die gesammelten Ergebnisse verschiedener Untersuchungen werden auf der Homepage des deutschen Nova-Institutes wiedergegeben. Eine Absenkung des Grenzwertes auf 0,2 W/kg, wie er von diesem Institut vorgeschlagen wird, wäre heute jedenfalls technisch machbar.

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