Heizen: Pellets, Öl, Holz, Strom, Wärmepumpe?

Kein Geld verbrennen

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Konsument 11/2007 veröffentlicht: 19.10.2007

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Pelletsheizung: nachhaltig und klimafreundlich

Holzpellets werden aus Sägemehl gepresst. Pelletsanlagen bieten den Komfort einer Ölheizung und sind wie alle Biomasseheizungen klimafreundlich. Im Jahr 2006 ist es zu erheblichen Preissteigerungen gekommen, inzwischen sind die Preise für Pellets aber wieder auf das Niveau vom Jänner 2006 gesunken. Der Betrieb kommt günstiger als der einer Ölheizung. Pellets sind leicht verfügbar, unproblematisch in der Lagerung und man ist nicht an einen Lieferanten gebunden. Zudem wird die Heizung meist gefördert.

Es gibt auch Pellets mit dem Österreichischen Umweltzeichen. Wer beim Kauf darauf achtet, ist also in puncto Herkunft auf der sicheren Seite. Diesen Vorteilen stehen höhere Anschaffungskosten als bei einer Ölheizung gegenüber. Die Asche muss alle paar Wochen entsorgt werden.

Stückholzkessel, Holzvergaserkessel

Auch diese Heizungen sind weitgehend CO2-neutral, dazu wenig anfällig für Störungen. Bei richtiger Verbrennung stoßen sie wenig Schadstoffe aus. Weiters punkten sie mit niedrigen Betriebskosten und meist hohen Förderungen. Nachteilig schlagen hoher Platzbedarf und geringer Komfort zu Buche. Holz muss regelmäßig nachgelegt und die Asche entfernt werden. Pufferspeicher machen die Heizanlage deutlich komfortabler, weil seltener Holz nachgelegt werden muss. Außerdem ist der Nutzungsgrad höher.

Solarheizung

Sonnenkollektoren am Dach können nicht nur das Brauchwasser erwärmen, sondern auch in der Übergangszeit als teilsolare Heizung die Kosten für Gas- oder Ölheizung senken. Allerdings sind die Anschaffungskosten einer solchen Kombiheizung höher. Dafür muss man im Sommer nicht zur Warmwasserbereitung die Heizung laufen lassen.

Fernwärme/Nahwärme

Fernheizungen punkten mit ihrer Umweltverträglichkeit; vor allem, wenn die Abwärme einer Müllverbrennung genutzt wird oder wenn sich mehrere Haushalte bzw. Bauherren zu einem Biomasse-Nahwärmenetz (Hackschnitzelheizung) zusammenschließen. Das ist dort sinnvoll, wo Holzabfälle preiswert zu haben sind. Mit Fernwärme fährt man unter Einbeziehung aller Kostenfaktoren (Kamin, Wartung, Reparaturen, Prüfungen) vergleichsweise preisgünstig. Neuerrichtung oder Umstieg werden oft kräftig gefördert. Leider gibt es nicht überall die Möglichkeit dazu. Und man ist von einem Lieferanten abhängig.

Wärmepumpe

Damit die Erdwärmeheizung optimal eingesetzt werden kann, sollte das Haus zumindest dem bauphysikalischen Standard eines Niedrigenergiehauses entsprechen. Dann sind die laufenden Kosten gering. Für Wärmepumpen gibt es hohe Förderungen, und sie sind störungs- und wartungsarm. Auch Platz wird wenig gebraucht. Allerdings sind Wärmepumpen sehr teuer in der Anschaffung, ihre Errichtung ist mit aufwendigen Außenarbeiten verbunden (Näheres dazu finden Sie in [ Wärmepumpen - 8/2006 ]). Erwähnt muss auch werden, dass es ohne Strom nicht geht, das heißt: Zu manchen Zeiten ist Energie zuzuführen.

Einzelne Energieversorgungsunternehmen räumen Sondertarife für Wärmepumpen ein. Je besser das Verhältnis von gewonnener zu zugeführter Energie, desto besser die energetische Bilanz. Die Jahresarbeitszahl sollte bei Neubauten nicht unter 4 liegen. Lassen Sie sich die Jahresarbeitszahl vom Errichter bestätigen. Bei der Herstellung solcher Anlagen wenden Sie sich an Wärmepumpen-Installateure, die auf ein Zertifikat von Arsenal Research verweisen können.

 

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