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Heizen: Pellets, Öl, Holz, Strom, Wärmepumpe?

Kein Geld verbrennen

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Konsument 11/2007 veröffentlicht: 19.10.2007

Inhalt

Erdgas

Wo eine Gasleitung vorhanden ist, kann eine Gasheizung rasch und preisgünstig installiert werden. Die Gesamtkosten sind aber trotzdem nicht zu unterschätzen, denn auch die Kosten für die Errichtung des Hausanschlusses sind zu berücksichtigen. Für Kesselheizungen muss der Kamin hochwertig ausgeführt sein und bei älteren Bauten möglicherweise nachgerüstet werden. Brennwertgeräte mit hohem Wirkungsgrad sind heute Stand der Technik. Eine Gastherme benötigt kaum Platz, stößt wenig Schadstoffe aus und läuft meist ohne Störungen. Je nach Bauordnung ist mitunter nicht einmal ein Kamin vorgeschrieben. Ob Kessel oder Therme: Der Lagerraum für den Brennstoff entfällt. Die Betriebskosten liegen aber höher als bei anderen Brennstoffen, Gas muss importiert werden und ist in Österreich nicht flächendeckend verfügbar. Und: Gasheizungen tragen zum Treibhauseffekt bei – wie alle fossilen Energieträger.

Ölheizung

Ölheizkessel kosten relativ wenig. Allerdings müssen immer auch die Kosten für den Tankraum mitgerechnet werden (Errichtung, Installation, Überprüfung, Versicherung). Versorgung und Service sind flächendeckend vorhanden. Ökologisch sind Ölheizungen nicht empfehlenswert, der Preis für die ordnungsgemäße Errichtung des Tanks egalisiert die niedrigen Anschaffungskosten für den Kessel. Der Ölpreis ist abhängig vom Weltmarkt und zeigt tendenziell nach oben.

Tagstrom (Stromdirektheizung): zu schade zum Verheizen

Noch immer wird für Tagstromheizungen geworben. Dabei wird auf die einfache und preisgünstige Errichtung und den wartungsfreien Betrieb verwiesen. Aber: Elektrizität ist zum Verheizen zu wertvoll und auch viel zu teuer. Zwar stammt sie in Österreich zu einem erheblichen Teil aus Wasserkraft. Doch gerade während der winterlichen Heizsaison muss Strom großteils aus fossilen Energieträgern erzeugt werden. Daher ist eine Tagstromheizung vom ökologischen Standpunkt aus nicht anzuraten. In einigen Bundesländern darf sie bei Neubauten nicht mehr als Hauptheizung eingesetzt werden.

Nachtspeicherheizung

Diese Form der Stromheizung arbeitet ebenfalls wartungs- und störungsfrei, kommt jedoch in der Anschaffung relativ teuer. Die laufenden Kosten sind zwar nicht so hoch wie bei einer Tagstromheizung, aber höher als bei vielen anderen Heizsystemen (z.B. Pellets oder Erdwärme). Achtung: Alte Elektronachtspeicher enthalten Asbest und müssen als Sondermüll entsorgt werden!

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