KONSUMENT.AT - Heizkosten - CO2-Emissionen im Vergleich

Heizkosten

Kostenlawine und Klimakiller

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Konsument 1/2011 veröffentlicht: 16.12.2010

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Zahlreiche Heiz-Beispiele in Tabelle

Daneben werden in der Tabelle noch einige Beispiele angeführt, auf wie viel sich die Jahreskosten für unterschiedliche Haushaltsgrößen und -ausstattungen belaufen können: für eine 68-m²-Altbauwohnung und für ein Einfamilienhaus herkömm­licher Bauart mit 120 m², jeweils mit alter bzw. neuer Heizungsanlage.

Schließlich wurde errechnet, wie hoch die Heizkosten ausfallen, wenn das genannte Einfamilienhaus (durch Wärmedämmung) auf Niedrigenergie-Standard gebracht wird. Die Einsparungen sind enorm, egal womit man heizt. Ein perfekt gedämmtes Haus benötigt statt 220 kWh pro m² nur mehr 35 kWh; das bedeutet weniger als ein Sechstel des Heizbedarfs und damit der Heizkosten.

Trotz der starken Preissteigerungen haben sich die Relationen kaum verändert. Am billigsten kommt mit 1,99 Cent pro kWh die Hackschnitzelheizung. Direktheizgeräte, die mit Tagstrom gespeist werden, kosten am meisten: über 18 Cent/kWh. Dazwischen liegen die fossilen Energieträger, ­wobei Erdgas knapp billiger ist als Heizöl.

CO2-Emissionen im Vergleich

In der Tabelle finden Sie auch Angaben über die CO2-Emissionen der jeweiligen Energieträger. Pro Kilowattstunde scheinen die Mengen sehr gering, doch aufs Jahr ­gerechnet stößt jeder Haushalt mit kon­ventionellem Heizsystem Tausende Tonnen CO2 in die Luft.

Die Berechnungen erfolgten nach GEMIS-Österreich. GEMIS ist das Globale Emissions-Modell Integrierter Systeme, entwickelt vom Öko-Institut Freiburg; das Umweltbundesamt hat es an österreichische Verhältnisse angepasst und weiterentwickelt.

Klimakiller: Kohle, Öl und Gas

Am geringsten ist die Belas­tung durch Holz. Ganz CO2-neutral ist aber auch Holz nicht, weil auch in diesem Fall durch Verarbeitung und Transport Emissionen freigesetzt werden. Die bei Weitem größte Beeinflussung des Klimas wird durch Kohleheizungen verursacht: das 26-fache einer Holzheizung (siehe Spalte CO2-Faktor im Vergleich zu Holz).

Eine alte Gasheizungsanlage mit konventionellem Gaskessel im (ungedämmten) Einfamilienhaus schleudert demnach pro Jahr 8.2 Tonnen CO2 in die Luft, bei einer Ölheizung sind es sogar 10.6 Tonnen. Durch den Umstieg auf eine Pellets-Zent­ralheizung lassen sich die Emissionen auf 1.3 Tonnen reduzieren. Wer mit Scheitholz heizt, kommt gar mit 600 kg aus. Im Niedrigenergiehaus sinkt dieser Wert auf 86 kg.

 

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Kommentare

  • der Staat
    von chabron am 26.03.2011 um 11:37
    verdient am Besten mit der Energie Abgaben/Steuern was das Zeug hält drauf hauen ob Arme oder Pensionisten, ohne Politikerpension, wie z.B. vorher erwähnt 8 Monate sparen müssen, ist den Parlamentariern völlig egal Hauptsache ihre Wohnungen sind warm diese verfluchte Energiesteuer hat der Eintreiber Staat ja nötig um mit Geldern Ausland zu sponsern
  • heizung
    von horststriessnig am 20.01.2011 um 11:21
    manche pensionisten müssen 8 monate im jahr nur für die heizung sparen