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Laminatböden

Eine glatte Sache

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Konsument 1/1999 veröffentlicht: 01.01.1999

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Im Härtetest durchwegs gute Ergebnisse

Der Verschleiß von kunstharzbeschichteten Böden wird mittels Taber-Test ermittelt. Die Anzahl der Umdrehungen bis zur sichtbaren Beschädigung der Oberfläche des Paneels galt bisher als Maß für die Strapazfähigkeit. Da dies zu einem verzerrten Wettbewerb geführt hat, hat die Europäische Norm eine neue Klassifizierung der Beanspruchungsklassen vorgesehen (siehe Kasten „Wie strapazfähig ist der Laminatbelag?“). Laut Norm sind Böden, die 2500 Umdrehungen unbeschadet aushalten, für den Wohnbereich mit starker Nutzung beziehungsweise für den gewerblichen Bereich mit leichter Nutzung geeignet.

Diese Abriebprüfung haben alle Beläge geschafft, allerdings mit unterschiedlichen Endwerten. Um diesen Unterschied hervorzuheben, haben wir von „durchschnittlich“ bis „sehr gut“ bewertet. Wie gut oder schlecht der Bodenbelag verkraftet, wenn etwas hinunterfällt, zeigt die Prüfung der Stoßfestigkeit. Laminatböden haben ein hartes Overlay. Je dicker und fester dieses ist, desto besser.

Austausch ist möglich

Gleichzeitig hilft eine entsprechend feste Mittellage, Stöße abzufangen. Fällt aber einmal ein Gegenstand so unglücklich zu Boden, daß die Oberfläche aufplatzt, läßt sich der Schaden schwer beheben. Der Austausch einzelner Dielen ist zwar möglich, aber schwierig und kann nur von einem Fachmann durchgeführt werden. Die starre Oberfläche schützt den Boden auch weitgehend vor Kratzern. Was nicht heißt, daß man mit der Reibbürste drübergehen darf. Wenn aber Kinder mit ihren Spielsachen herumtoben oder kleine Möbel verschoben werden, sollte das keine Spuren hinterlassen.

Die Prüfung der Kratzfestigkeit ist zwar nicht mehr vorgeschrieben, wir haben sie trotzdem durchgeführt. Mit durchwegs guten Ergebnissen. Bei der Normprüfung der Dickenquellung in Wasser werden 20 Prozent toleriert. Nur ein Bodenbelag, Kronospan, lag mit 23 Prozent über dieser Grenze.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
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