KONSUMENT.AT - Mauertrockenlegung - Mauertrockenlegung

Mauertrockenlegung

(K)ein Ende feuchter Wände

Seite 3 von 10

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 5/2000 veröffentlicht: 25.04.2002

Inhalt

Drei anerkannte Sanierungsverfahren

Es gibt drei anerkannte Sanierungsverfahren, die in der Önorm B 3355 genannt werden:

  • Mechanische Abdichtung : Das Mauerwerk wird waagrecht vollständig durchtrennt, eine Sperrschicht eingebracht. Durch Stemmen, Bohren, Fräsen oder Sägen kann ein waagrechter Spalt geschaffen werden, in dem danach die Sperrschicht eingelegt wird. Je größer der ausgebrochene Spalt, desto größer ist die Gefahr von Setzungen oder anderen negativen Einflüssen auf die Standfestigkeit des Gebäudes. Diese Gefahr wird durch ein einstufiges Verfahren minimiert: Edelstahlplatten werden mittels Vibration direkt in die Mörtelfugen der Mauer hineingetrieben.
  • Chemische Abdichtung : Durch Injektion verschiedener chemischer Substanzen (Silicate, Kunstharze, Paraffin, Bitumen) in die Porenräume soll eine lückenlose Sperrschicht entstehen. Zwei Wirkmechanismen sind möglich: Die Poren werden verstopft oder der Baustoff wird Wasser abweisend (hydrophob) gemacht. Manche Produkte kombinieren die beiden Wirkungen.
  • Elektrophysikalische Verfahren : Sie setzen bei den elektrokinetischen Kräften an, die dem Wasser eine Fließrichtung von der positiven zur negativen Ladung verleihen. Im unteren Mauerteil wird eine negative, im oberen Bereich eine positive Ladung angebracht. Nach Anlegen einer Spannung (im Bereich von ein paar Volt) sollte das Wasser nach unten wandern.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
26 Stimmen
Weiterlesen