KONSUMENT.AT - Mauertrockenlegung - Vorsicht bei Zauberkästchen

Mauertrockenlegung

(K)ein Ende feuchter Wände

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Konsument 5/2000 veröffentlicht: 25.04.2002

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Geheimnisvoll. Eine Reihe von Verfahren will ganz ohne bautechnische Eingriffe erfolgreich sein. Sie nennen sich oft ebenfalls elektrophysikalisch. Zum Unterschied von diesem Önorm-Verfahren verzichten sie aber auf das recht aufwendige Anbringen von Elektroden(gittern), sondern beschränken sich auf das Aufstellen eines Gerätes, von dem Funkwellen, gravomagnetische Kraftfelder oder kosmische Strahlungen ausgehen sollen.

Hochpreisig. Diese Verfahren erscheinen zwar attraktiv, weil sie keinerlei bautechnische Maßnahmen erfordern; doch ihre Wirkung ist wissenschaftlich nicht gesichert; sie werden daher in der Önorm B 3355 nicht berücksichtigt. Umso erstaunlicher sind die Preise: Für das Aufstellen eines Zauberkästchens oder -körbchens werden 50.000 Schilling und mehr verlangt (ohne Begleitmaßnahmen). Umgerechnet auf den Laufmeter zu sanierender Mauer ist das unter Umständen teurer als ein Önorm-Verfahren.

Missverständlich. Die vollmundige Werbung dieser Alternativanbieter ist mit Vorsicht zu genießen: „Erfolgsnachweis konform mit Önorm“ heißt nicht, dass das Verfahren zu den in der Önorm beschriebenen Verfahren zählt. Der Verweis auf ein Gutachten des Forschungszentrums Seibersdorf sagt nichts über die Wirksamkeit des Verfahrens aus, wenn dabei lediglich die Sicherheit im Betrieb geprüft wurde.

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