KONSUMENT.AT - Mignonbatterien - Große Preisspanne

Mignonbatterien

Saft für wenig Geld

Seite 2 von 6

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 10/2008 veröffentlicht: 17.09.2008

Inhalt

1,75 Euro pro Stück oder 30 Cent?

Um die ist es allerdings sehr unterschiedlich bestellt und das unabhängig davon, ob es sich um eine teure Markenbatterie oder um eine der vielen preisgünstigen Eigenmarken aus Bau-, Super-, Drogerie- oder sonstigen Märkten handelt. Preise von bis zu 1,75 Euro pro Stück muss man nicht bezahlen, wenn gleich gut oder sogar besser abschneidende Produkte ab rund 30 Cent erhältlich sind. Das mit „sehr gut“ bewertete Spitzenquartett in unserem Test wird überhaupt von den No-Name-Batterien dominiert, von den bekannten Marken hat es lediglich die „Energizer Ultimate“ dort hinein geschafft.

Die Kosten im Betrieb

Die Verkaufspreise – die sich übrigens trotz steigender Rohstoffpreise in den vergangenen Monaten kaum verändert haben – sind eine Sache, Lebensdauer und daraus resultierende Betriebskosten die andere. Um objektiv ermitteln zu können, wie lange die einzelnen Batterien in der Praxis Strom liefern, haben wir einmal eine geringe Last von 150 Milliampere angelegt (das entspricht in etwa dem Stromverbrauch einer kleinen Taschenlampe) und einmal eine große Last von 600 Milliampere, wie sie z.B. bei einem batteriebetriebenen Rasierapparat auftritt.

Duracell, Energizer und Philips

Bei geringem Stromverbrauch hatten die bekannten Marken Duracell (insbesondere die "Ultra“), Energizer und Philips den längsten Atem und brachten es im Test auf eine Kapazität von mehr als zwei Amperestunden (Ah – eine Einheit, die angibt, wie lange die Entladung einer Batterie bei einem bestimmten, kontinuierlichen elektrischen Strom dauert). Aus der gemessenen Lebensdauer und dem Anschaffungspreis ergeben sich die Kosten pro Amperestunde.

Messung bei großer Last

Die Spreu vom Weizen trennt freilich erst die Kapazitätsmessung bei großer Last, wenn also ein echter Stromfresser betrieben wird. Hier konnten etliche Eigenmarken wieder Terrain gutmachen und liegen eng mit den Markenprodukten von Energizer, Duracell und diesmal auch Kodak beisammen. Die Duracell Ultra wird mit 1,5 Amperestunden ihrem Namen einmal mehr gerecht. Enttäuschend war das Abschneiden der Philips-Batterien.

In unserem Test haben wir unter gleichmäßigen Bedingungen und bei konstanter Entladung das Optimum aus jeder Batterie herausgeholt. Im Alltag kann es natürlich sein, dass das damit betriebene Gerät schon einige Minuten früher stillsteht. Das bedeutet aber noch nicht das Ende für die Batterie selbst. Was für den Rasierer oder das Spielzeugauto nicht mehr genügt, reicht locker aus, um die Wanduhr oder den Wecker noch für Wochen oder Monate mit Strom zu versorgen und hilft somit, Geld zu sparen.

Zur Sammelstelle

Hat sie dann tatsächlich ausgedient, gehört die Batterie als Sonderabfall keinesfalls in die Mülltonne, sondern zur Sammelstelle der Gemeinde bzw. in eine Altbatterien-Sammelbox. Jeder Händler, der Batterien (und Akkus) verkauft, ist dazu verpflichtet, die leeren Stromspeicher zurückzunehmen, damit sie der Wiederverwertung zugeführt werden können. Seit dem Inkrafttreten der neuen Batterieverordnung ist auch der Versandhandel in das Sammelsystem mit eingebunden und muss in jedem politischen Bezirk zumindest zwei Sammelstellen anbieten. Das Recycling von Zink-Kohle- und von Alkali-Mangan-Batterien erfolgt übrigens zur Gänze im Inland, konkret in einer Anlage der Fernwärme Wien in Simmering. Die anderen Arten von Altbatterien müssen exportiert werden.

Besser für die Umwelt

Die neue Batterieverordnung regelt weiters die Schadstoffbeschränkung (insbesondere Quecksilber und Kadmium), eine verbesserte Kennzeichnung und Information der Verbraucher und sieht – allerdings erst mit Ende September 2009 – die verpflichtende Angabe der Batteriekapazität vor.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
4 Stimmen
Weiterlesen