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LED-Lampen: Fix verbaut

Kommentar von Redakteur M. Stingl

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KONSUMENT 3/2020 veröffentlicht: 27.02.2020, aktualisiert: 30.03.2020

Inhalt

Leserreaktionen

Fragwürdige Garantie

Als ich vor ungefähr 1 ½ Jahren einen neuen Beleuchtungskörper brauchte, machte ich die gleiche Erfahrung: Ein Austausch eines einzelnen Leuchtmittels ist nicht mehr möglich. Dafür 5 Jahre Garantie. Ganz toll; wenn man kein gelernter Elektriker ist, dann heißt das: einen Fachmann bestellen, den Leuchtkörper abmontieren lassen, dann zum Händler fahren und den Umtausch vornehmen lassen, falls dieser mit dem gleichen Modell noch möglich ist. Nicht auszudenken, wenn dieses erst nachbestellt werden muss oder überhaupt nicht mehr verfügbar ist. Dann wieder den Elektriker kommen lassen, um das eroberte Stück anschließen zu lassen.

Man fragt sich: Geht’s noch? Das ist nicht nur ein Ressourcen-Desaster! Ein paar Ersatzlampen sind in jedem Haushalt vorrätig und leicht auszutauschen Nicht zu vergleichen mit dem Zeitaufwand, wenn der neue Leuchtkörper kaputt geht!

Liliane Loserth
E-Mail
(aus KONSUMENT 4/2020)

Teurer Austausch

Bezüglich Ihres Artikels „Ressourcen-Desaster” sei anzumerken: Auch bei Kfz wird immer mehr auf LED-Beleuchtung seitens der Hersteller gesetzt und dort geht es dann weiter: Immer öfter sieht man bei älteren Fahrzeugen mit LED-Beleuchtung, dass diese (speziell bei Heckleuchten), nur mehr teilweise leuchten. Da kann man nämlich auch die LEDs nicht tauschen, sondern man muss eine ganze Leuchte kaufen, die ein kleines Vermögen kostet. Hier sollte die Industrie umdenken und, wie früher bei den Lampen, Fassungen einbauen, wo man die LED-Cluster einfach tauschen kann!

Fritz Werner
E-Mail
(aus KONSUMENT 4/2020)

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Kommentare

  • zum Kommentar von Frau Franke ein Einwand
    von 978ötest am 30.03.2020 um 21:09
    LED Lampen: Der Leuchtenhandel berät Sie gerne darüber, schreibt die Dame in Ihrem Kommentar. Ich sehe das etwas anders. Denn vor 5 Jahren als ich 2 Stk. PHILIPS LED Lampen 9W, E27, 2700 Kelvin, 806 Lumen, A+ kaufte, die eine Lebensdauer von 15000 Stunden haben sollten, sind beide jetzt nach nachgerechnet ca. 1700 Stunden innerhalb weniger Wochen ausgebrannt. Weshalb ich das so genau weiss? Ich habe beiden Lampen am Sockel mit Filzstift und Datum beschriftet. Das hätte damals vor 5 Jahren auch niemand im beratenden Leuchtenhandel voraussagen können. (ich kann das deshalb behaupten, da ich 10 Jahre in einem solchen tätig war)Allerdings wäre die Auskunft wahrscheinlich gewesen, dass PHILIPS eine MARKE ist, die man kaufen kann/soll.
    Diese ist zwar teurer als andere NO NAME Lampen, hält aber wie wir sehen können, auch nicht annähernd die auf der Verpackung angegebene Zeit. Nur ca. 11% der angegebenen Lebensdauer ist purer Schwindel. Ich habe heute noch normale Glühlampen in Verwendung, die noch immer leuchten. Und die wurden sicher schon 10 und mehr Jahre nicht ausgetauscht.
  • LED Baumarkt Leuchten
    von Katharina Franke am 27.03.2020 um 09:53
    Es gibt wohl einige Leuchtenmarken, wo man die LED, die aber dort extrem lange halten austauschbar sind. Natürlich zählen diese Firmen nicht zu den billigsten. Aber was will man ?
    Die Natur und Umwelt schützen, dabei sich nicht nach Ablauf einer gewissen Zeit zu ärgern, oder naja ich nenne es absichtlich "billig einkaufen" und nicht sparen. Also Kopf hoch, der gute und bekannte Leuchtenhandel beratet Sie gerne darüber und steht auch dahinter. Ein echter "Lichtblick"
  • Designerstücke
    von santodomingo am 18.03.2020 um 20:08
    Wir haben unsere Lampen nicht im Baumarkt gekauft. Es handelt sich um ein Lichtschienensystem mit Strahler eines namhaften Herstellers, ein Strahler kostet um die 190 Euro. Wir sind fest davon ausgegangen, dass bei so einem hochpreisigen Produkt ein Leuchtmitteltausch möglich wäre. Die Entwicklung zum Wegwerfprodukt bei EDV Lampen ist auch an uns vorbeigegangen.
    Leider wurden wir eines besseren belehrt, denn zwei der drei gekauften Strahler sind nach ca. einem Jahr kaputt gewesen. Bei der Suche nach dem passenden Leuchtmittel wurden wir erst drauf aufmerksam. Das heißt, jedesmal wenn der Strahler kaputt ist, werden 190 Euro fällig und das kaputte Ding wandert in den Müll. Zwar wird vom Hersteller damit geworben, dass diese recyclingfähig wären, aber muss ich dann das schwere Ding in Wien beim Schauraum vorbeibringen oder per Post schicken?
    Es gibt auch nur mehr sehr wenige Produkte mit tauschbarem Leuchtmittel und wenn, sind sie nicht gerade hübsch.
    Wieso verbietet die EU solche Lampen nicht, das ist so gar nicht umweltfreundlich.
  • @Warum die Leuchten im Baumarkt kaufen?
    von StinglMarkus am 09.03.2020 um 12:59
    Lieber Mihahe, Sie werden mir bestimmt zustimmen, dass meine Entscheidung, 10 Minuten zu Fuß zum Baumarkt zu gehen, und so 0kg CO2 freizusetzen, mal aus dieser Sicht die nachhaltigste war. Auch musste ich nichts Überteuertes erstehen, die Deckenleuchten (österreichisches Markenprodukt) kosteten knapp 10 Euro pro Stück – und werden mir in ihrer Schlichtheit sicher lange Dienste erweisen.
  • Warum die Leuchten im Baumarkt kaufen?
    von mihahe am 05.03.2020 um 21:25
    Ich sehe das Problem beim Konsumenten. Wenn ich zwecks Lampen/Leuchten in den Baumarkt gehe und mir dort aus dem überteuerten Eigenmarken-Salat das geringste Übel auswähle habe ich mir über Nachhaltigkeit sowieso keine Gedanken gemacht.

    Es gibt noch genug Leuchten-Fachgeschäfte oder bietet auch ein 'schwedisches Möbelhaus' günstige Alternativen. Die Glühbirnen dazu kaufe ich dann gerne auch im Baumarkt.