KONSUMENT.AT - Solaranlagen zum Einstecken - Mit selbst erzeugtem Ökostrom einen kleinen Beitrag leisten

Solaranlagen zum Einstecken

Kleines Kraftwerk am Balkon

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KONSUMENT 7/2020 veröffentlicht: 25.06.2020

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Ökostrom selbst zu produzieren liegt im Trend. Auch am eigenen Balkon ist das mit Plug-in-Photovoltaikanlagen möglich.

Solarstrom ist ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende. Für Hausbesitzer ist die Installation einer eigenen Photovoltaikanlage (PV) ohne große Stolpersteine möglich. Aber auch in einer Wohnung hat man mit Kleinst-PV-Anlagen die Möglichkeit, seinen Teil zur Energiewende beizutragen.

"Plug-in-Anlagen" bis 600 Watt

Seit ca. 5 Jahren dürfen in Österreich sogenannte „Plug-in-Anlagen“ (auch Plug & Play- oder steckerfertige PV-Anlagen genannt) bis 600 Watt betrieben werden, die recht unkompliziert z.B. auf Balkonen installiert werden können. Im Regelfall muss man den Vermieter bzw. die Eigentümergemeinschaft nicht informieren – sofern keine baulichen Veränderungen am Mietobjekt vorgenommen werden.

Einspeisung ins hauseigene Stromnetz

Wie funktionieren diese kleinen Kraftwerke? Prinzipiell wie ihre großen Solaranlagen-Brüder. Nur sind sie weitaus einfacher zu installieren. Wie der Name schon sagt, verbindet man Plug-in-Anlagen ganz einfach via Stecker mit dem hauseigenen Stromnetz. Wichtig: Die Einspeisung sollte direkt in eine Wandsteckdose erfolgen, nicht mit Verlängerungskabeln oder über eine Steckdosenleiste (weiterführende Hinweise siehe „Tipps“).

Ökostrom für eigene Geräte

Der eingebaute Wechselrichter wandelt die vom Solarmodul erzeugte Gleichspannung in netzkonforme Wechselspannung (230 V/50 Hz) um. Und da Strom sich rein physikalisch immer den direkten Weg sucht, kann dieser selbst erzeugte Strom dann unmittelbar dafür genutzt werden, z.B. die Klimaanlage  in der Wohnung mit Ökostrom zu versorgen; oder auch die Waschmaschine , den Toaster oder den WLAN-Router – je nachdem, welches elektronische Gerät gerade Energie benötigt.

Vorgeschriebener Stromzählertausch

Überschüssiger Strom wird ins allgemeine Netz eingespeist. Deshalb ist auch ein Stromzählertausch auf ein digitales Messgerät vorgeschrieben (Meldung an den Netzbetreiber zwei Wochen vor der geplanten Inbetriebnahme). Wirklich große Energie-Sprünge macht man mit so einer kleinen Anlage freilich nicht.

Lange Amortisationszeit

Um ein Gefühl für die erzeugte Strommenge zu bekommen: Übers Jahr gerechnet kann ein Kühlschrank damit betrieben werden. Die Amortisationszeit ist entsprechend nicht gerade kurz. Bei Anschaffungskosten im Bereich von 500 bis 700 Euro rechnen sich diese Anlagen je nach Haushaltsgröße, Sonneneinstrahlung und Stromverbrauch in 10 bis 17 Jahren.

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