Ölbrennwertkessel

Sparpotenziale

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Konsument 8/2008 veröffentlicht: 10.07.2008

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Hohe Installationskosten

Im Test waren nur Kessel der modernen Brennwerttechnologie vertreten. Getes­tet wurden sie ausschließlich mit der ener­giesparenden witterungsabhängigen Regelung: Der Kessel heizt nicht auf eine bestimmte Raumtemperatur auf, sondern orientiert sich an der Außentemperatur. Die Preise liegen zwischen rund 5.000 Euro (für das Modell von Hoval) und 7.000 Euro (Modell Sieger). Das sind Listenpreise; in der Regel werden mehr oder minder hohe Rabatte gewährt.

Damit sind die Ölbrennwertkessel jedenfalls teurer als jene für Gas. Hinzu kommen die Installationskosten, für die ebenfalls mehrere Tausend Euro veranschlagt werden müssen. Aber das ist noch nicht alles. In der Regel muss nämlich der Kamin adaptiert werden. Denn die abgekühlten Gase haben zu wenig Auftrieb und müssen daher mittels Gebläse ins Freie befördert werden. Empfehlenswert ist zudem, vor der Neuanschaffung eines Heizkessels den Heizwärmebedarf möglichst zu senken: vor allem durch eine Wärmedämmung des Gebäudes und solare Warmwasserbereitung.

Hohe Energieeffizienz

Fast alle getesteten Kessel zeigten sich ihrer Aufgabe gewachsen, die Energieeffizienz konnte (bis auf eine Ausnahme) mit „gut“ oder „sehr gut“ bewertet werden, und auch die anderen Gruppenurteile fielen nicht schlechter als „durchschnittlich“ aus. Ausgerechnet der teuerste Kessel im Test (mit dem etwas missverständlichen Namen „Sieger“) ist das Schlusslicht. Das liegt vor allem an seiner durchschnittlichen Energienutzung und seinem lauten Betriebsgeräusch. Recht laut sind auch die Modelle von Hoval und Rotex.

Auch Stromkosten beachten

Drei Ölkessel kamen auf eine sehr hohe Energieeffizienz (Viessmann, Wolf und Vaillant), speziell im Teillastbereich, wenn nur ein Teil der maximal möglichen Heizleistung des Kessels gebraucht wird. Die generell hohe Energieeffizienz wird bei den Modellen von Buderus, Elco und MHG durch einen Wermutstropfen getrübt: den relativ hohen Stromverbrauch. Zwar fallen die Stromkosten nicht sehr ins Gewicht (etwa 25 Euro pro Jahr), dennoch ist es ärgerlich, denn andere Modelle begnügen sich mit der Hälfte.

Weiterer Kritikpunkt: die Verarbeitung. Scharfe Ecken und Kanten, die bei der Wartung zu Verletzungen führen können, wurden bei Vaillant und Elco festgestellt. Bei vier Geräten wurde die Verwendung verschleißanfälliger Materialien beanstandet.

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Kommentare

  • sehr interessant
    von marc123 am 06.05.2010 um 11:23
    könnt ihr auch gasbrennwertkessel testen?
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