KONSUMENT.AT - Pelletkessel - Leserreaktionen

Pelletkessel

Holz im Tank

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Konsument 10/2009 veröffentlicht: 17.09.2009

Inhalt

Leserreaktionen

Für Wohnungen 

Mit großem Interesse hab ich den Artikel über Pelletheizkessel gelesen. Allerdings lebe ich in einer Wohnung und nicht in einem Haus. Gibt es auch dafür Pelletheizungen?

Mag. Martin Schubert
Wien
(aus Konsument 11/2009)

Holzpelletkessel sind für die Versorgung einzelner Wohnungen nur bei ausreichenden statischen Voraussetzungen und geeigneter Lagermöglichkeit für die Pelletsäcke möglich. Als Heizung für ein ganzes Wohnhaus kommen Pelletkessel größerer Leistung vermehrt auch im urbanen Bereich beim Neubau und der Sanierung zum Einsatz, meist als Ersatz für eine Ölheizung. Der Öllagerraum kann dann als Pelletlagerraum adaptiert werden. Für Wohnungen gibt es noch Pelleteinzelöfen mit Wassertasche, damit können auch bestehende Heizsysteme (Heizkörper, Fußbodenheizung) angeschlossen werden. Informationen findet man unter www.umweltzeichen.at (> Produkte). Neu sind auch Kachelöfen mit Pelletbrenner und wasserseitigem Anschluss zu Heizkörper oder Fußbodenheizung.

Die Redaktion

Ziemlich laut

Bei meinem Guntamatic-Biostar 15 KW Kessel sind die Pellets-Transportschnecke sowie die Strömungsgeräusche im Kamin nicht zu unterschätzen. Die Strömungsgeräusche sind sogar im Garten zu hören! Hat man Tag und Nacht Lärm rund um das Haus – oder Radio und Fernseher laufen immer –, dann wird das kein Thema sein. Aber wer am Abend in Ruhe gemütlich die Zeitung lesen will und noch nicht schwerhörig ist, der sollte auch darauf achten. Daher Kessel auf Lärmdämmmatten stellen, Leitungen und Rauchrohr ohne Schallübertragung montieren.

Rudolf List
Neuhofen an der Krems
(aus Konsument 11/2009)

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Kommentare

  • die wirtschaftlichkeitsbetrachtung auf die pellets-kosten zu reduzieren, greift zu kurz
    von polz am 27.09.2009 um 07:54
    zwar werden im test die zahlreichen baulichen maßnahmen für den pellets-lagerraum angeführt, aber monetär bei den anschaffungskosten schlicht nicht bewertet. prallschutzmatten, brandschutztür und der raum selbst sind aber kosten, die entweder mit dem heizsystem in direkter verbindung stehen bzw. anderwertige nutzung ausschließen. die anschaffung wird zwar als teuer ausgewiesen, die laufenden kosten (wartung, rauchfangkehrer) werden aber ebensowenig wie der umstand, dass die pellets nicht aus dem wald in den lagerraum gezaubert werden, sondern eben auf konventionellem weg transportiert werden müssen. ein - recht kleines - 120m²-haus kommt laut ihrem bericht "ein heißes eisen" mit €220.- pelletskosten (ohne laufende kosten) durch, ein mit elektrischer energie betriebenes haus mit €626 - 762 stromkosten. nun sind die laufenden kosten bei elektroheizungen gleich null, da weder ein rauchfang noch irgendwelche wartungsarbeiten erforderlich sind - und die leitungskosten im haus auch bei der steuerung der zentralen rechnereinheit der pelletsanlage zu brechnen wären. fairerweise müssten daher gesamtkosten gegenübergestellt werden. elektrische teilspeicher-platten wie z.b. marmorheizungen kommen bei besagtem 120m²- haus auf ca. €4.500.- bis 5.000.- inkl. steuer, montage und 2. zähler. bei max. €542.- jährlicher differenz (reduziert um die laufenden kosten der pelletsheizung) ist klar, was das für die wirtschaftlichkeitsbetrachtung bedeutet. die optionale solaranlage zur pelletsheizung rentiert sich überhaupt nie. strom ist auch nicht "böse" - er wird nur derzeit auf dümmstmögliche weise erzeugt. das kann sich mittels photovoltaik und kleinwindkraftwerken für efh-besitzer aber bald ändern - die dann evtl. ihre tankstelle für e-autos (dort ist strom die zukunft, also nicht böse) im haus haben...