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Pelletkessel

Holz im Tank

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Konsument 10/2009 veröffentlicht: 17.09.2009

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Brennmaterial mit definierten Eigenschaften

Es beginnt schon damit, dass nicht irgendein, sondern ein normierter Brennstoff verwendet wird, nämlich zylindrische Presslinge mit einem Durchmesser von 6-10 mm und einer Länge von 3-4 cm, die aus trockenem, naturbelassenem Restholz (meist Hobel- oder Sägespäne) hergestellt wurden. Das Brennmaterial besitzt somit genau definierte Eigenschaften wie beispielsweise einen bestimmten Feuchtegehalt – und gerade das ist wichtig für einen kontrollierten Brennvorgang.

Technik, die heizt

Nichts dem Zufall überlassen! Dieses Leitmotiv wird auch bei der Luftzufuhr beherzigt. Bei dem Vorgänger der Pelletheizung, dem sogenannten Allesbrenner, regelte sie der Benutzer noch selbst, indem er die Klappen am Ofen unterschiedlich weit öffnete, nun macht das die Technik, über Lambdasonde, Sekundärluftzufuhr, Zirkulationszone und wie die technischen Finessen sonst noch heißen. Das Holz mit angezündetem Zeitungspapier zum Brennen bringen? Auch das war einmal. Bei den heutigen Anlagen macht das der Zündstab oder das Heißluftgebläse.

High-Tech-Geräte 

Pelletkessel sind High-Tech-Geräte, mit Grafikdisplay und Menüführung. Der Benutzer muss zwei- bis fünfmal in einer Heizsaison die Aschenlade leeren. Alles andere funktioniert weitgehend automatisch, so auch die Pelletszuleitung zum Kessel.

Lagerraum für Pellets

Voraussetzung ist ein entsprechender Lagerraum. Der kann im Gebäude (Kellerraum) oder auch außerhalb liegen (Nebengebäude, Erdtank). Für die richtige Lagerung des Heizmaterials ist vor allem wichtig, dass der Raum trocken ist. Werden Pellets feucht, quellen sie auf und zerfallen und sind dann zum Heizen nicht mehr zu gebrauchen. Die Befüllung erfolgt über einen Füllstutzen von außen, der beim Einblasen entstehende Überdruck wird durch einen Abluftstutzen abgesaugt und gefiltert. So ist eine staubfreie Befüllung möglich.

Prallschutzmatte anbringen 

Um zu verhindern, dass die Presslinge bei der Befüllung am Mauerwerk aufprallen und zerbröseln, empfiehlt sich die Montage einer entsprechenden Prallschutzmatte. Der Boden sollte abgeschrägt sein, damit die Pellets zur automatischen Entnahme immer nachrutschen können. Im Lagerraum dürfen sich keine Lichtschalter, Steckdosen, Lichtlampen oder Verteilerboxen befinden. Eine Brandschutztüre ist ebenfalls vorgeschrieben.

Sacksilos

Kurz: Sie müssen eine Reihe von baulichen Maßnahmen beachten. Mit Sacksilos gibt es eine alternative Lösung zum Umbau des Lagerraums: Sie bestehen aus einem flexiblen, reißfesten und staubdichten Gewebesack, der in einem Rohrgestell aufgehängt ist. Die Pellets werden von unten entnommen und von oben eingeblasen.

 

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Kommentare

  • die wirtschaftlichkeitsbetrachtung auf die pellets-kosten zu reduzieren, greift zu kurz
    von polz am 27.09.2009 um 07:54
    zwar werden im test die zahlreichen baulichen maßnahmen für den pellets-lagerraum angeführt, aber monetär bei den anschaffungskosten schlicht nicht bewertet. prallschutzmatten, brandschutztür und der raum selbst sind aber kosten, die entweder mit dem heizsystem in direkter verbindung stehen bzw. anderwertige nutzung ausschließen. die anschaffung wird zwar als teuer ausgewiesen, die laufenden kosten (wartung, rauchfangkehrer) werden aber ebensowenig wie der umstand, dass die pellets nicht aus dem wald in den lagerraum gezaubert werden, sondern eben auf konventionellem weg transportiert werden müssen. ein - recht kleines - 120m²-haus kommt laut ihrem bericht "ein heißes eisen" mit €220.- pelletskosten (ohne laufende kosten) durch, ein mit elektrischer energie betriebenes haus mit €626 - 762 stromkosten. nun sind die laufenden kosten bei elektroheizungen gleich null, da weder ein rauchfang noch irgendwelche wartungsarbeiten erforderlich sind - und die leitungskosten im haus auch bei der steuerung der zentralen rechnereinheit der pelletsanlage zu brechnen wären. fairerweise müssten daher gesamtkosten gegenübergestellt werden. elektrische teilspeicher-platten wie z.b. marmorheizungen kommen bei besagtem 120m²- haus auf ca. €4.500.- bis 5.000.- inkl. steuer, montage und 2. zähler. bei max. €542.- jährlicher differenz (reduziert um die laufenden kosten der pelletsheizung) ist klar, was das für die wirtschaftlichkeitsbetrachtung bedeutet. die optionale solaranlage zur pelletsheizung rentiert sich überhaupt nie. strom ist auch nicht "böse" - er wird nur derzeit auf dümmstmögliche weise erzeugt. das kann sich mittels photovoltaik und kleinwindkraftwerken für efh-besitzer aber bald ändern - die dann evtl. ihre tankstelle für e-autos (dort ist strom die zukunft, also nicht böse) im haus haben...