KONSUMENT.AT - Pelletkessel - Verschiedene Förderungssysteme

Pelletkessel

Holz im Tank

Seite 3 von 10

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 10/2009 veröffentlicht: 17.09.2009

Inhalt

Verschiedene Förderungssysteme 

Vom Lagerraum gelangen die Pellets über ein Fördersystem zum Heizkessel. Gilt es, größere Entfernungen (bis 20 m) zu überbrücken, so empfiehlt sich zur Raumaustragung, wie der Fachmann zu dieser Art der Beschickung sagt, das Saugfördersystem, das ganz in der Art eines Staubsaugers funktioniert. Es ist im Vergleich zum Schneckenfördersystem etwas teurer und auch lauter, dafür aber wartungsarm.

Teillastbetrieb vermeiden

Pelletkessel erreichen mittlerweile einen Wirkungsgrad zwischen 90 und 95 Prozent (von unabhängigen Prüfstellen gemessen). Damit haben sie ihren Rückstand gegenüber Öl- oder Gaskesseln weitgehend aufgeholt. Und jetzt gibt es auch den ersten Brennwert-Pelletkessel (ÖkoFEN Pellematic PEK 32), der die im Abgas enthaltene Wärmeenergie nutzt und damit auf einen – rechnerischen – Wirkungsgrad von 103 Prozent kommt.

Wirkungsgrad ist geringer

Der Kessel sollte immer mit Volllast gefahren werden, denn im Teillastbetrieb ist der Wirkungsgrad deutlich geringer. Das gilt auch für Heizöl- oder Gasanlagen, bei Pelletanlagen aber wegen der verbrennungstechnischen Eigenschaften des Brennstoffes Holz umso mehr.

Mit Pufferspeicher kombinieren

Es gibt jedoch eine Lösung für dieses Problem, und die lautet: die Pelletheizung mit einem Pufferspeicher kombinieren. So kann die Anlage kurzzeitig mit Vollast betrieben werden, bis der Speicher voll ist, dann schaltet die Anlage ab, und die benötigte Wärme wird vom Speicher bezogen. Neue Heizanlagen werden von den meisten Anbietern nur mehr mit Pufferspeicher geliefert, um den ineffizienten Teillastbetrieb zu vermeiden. Beim Modell Solarfocus Therminator II 22 kW ist ein Teillastbetrieb gar nicht mehr vorgesehen.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
12 Stimmen
Weiterlesen

Kommentare

  • die wirtschaftlichkeitsbetrachtung auf die pellets-kosten zu reduzieren, greift zu kurz
    von polz am 27.09.2009 um 07:54
    zwar werden im test die zahlreichen baulichen maßnahmen für den pellets-lagerraum angeführt, aber monetär bei den anschaffungskosten schlicht nicht bewertet. prallschutzmatten, brandschutztür und der raum selbst sind aber kosten, die entweder mit dem heizsystem in direkter verbindung stehen bzw. anderwertige nutzung ausschließen. die anschaffung wird zwar als teuer ausgewiesen, die laufenden kosten (wartung, rauchfangkehrer) werden aber ebensowenig wie der umstand, dass die pellets nicht aus dem wald in den lagerraum gezaubert werden, sondern eben auf konventionellem weg transportiert werden müssen. ein - recht kleines - 120m²-haus kommt laut ihrem bericht "ein heißes eisen" mit €220.- pelletskosten (ohne laufende kosten) durch, ein mit elektrischer energie betriebenes haus mit €626 - 762 stromkosten. nun sind die laufenden kosten bei elektroheizungen gleich null, da weder ein rauchfang noch irgendwelche wartungsarbeiten erforderlich sind - und die leitungskosten im haus auch bei der steuerung der zentralen rechnereinheit der pelletsanlage zu brechnen wären. fairerweise müssten daher gesamtkosten gegenübergestellt werden. elektrische teilspeicher-platten wie z.b. marmorheizungen kommen bei besagtem 120m²- haus auf ca. €4.500.- bis 5.000.- inkl. steuer, montage und 2. zähler. bei max. €542.- jährlicher differenz (reduziert um die laufenden kosten der pelletsheizung) ist klar, was das für die wirtschaftlichkeitsbetrachtung bedeutet. die optionale solaranlage zur pelletsheizung rentiert sich überhaupt nie. strom ist auch nicht "böse" - er wird nur derzeit auf dümmstmögliche weise erzeugt. das kann sich mittels photovoltaik und kleinwindkraftwerken für efh-besitzer aber bald ändern - die dann evtl. ihre tankstelle für e-autos (dort ist strom die zukunft, also nicht böse) im haus haben...