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Schimmel in der Wohnung

Selber schuld?

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Konsument 4/2001 veröffentlicht: 01.04.2001

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Vermieter muss Schäden beheben

Theoretisch wäre die rechtliche Situation gar nicht so schlecht für den Mieter: Der Vermieter muss eine Wohnung in brauchbarem Zustand übergeben; „ernste Schäden“ muss er auf seine Kosten beheben lassen. Und Schimmelbefall ist als ernster Schaden anzusehen, sofern er sich in die Bausubstanz eingegraben hat. Bei einem rein oberflächlichen Pilzbefall geht man dagegen davon aus, dass dieser vom Wohnungsinhaber mit herkömmlichen Hausmitteln dauerhaft entfernt werden kann.

Luftfeuchtigkeit messen

Im Konfliktfall muss der Mieter beweisen, dass der Schimmel durch Baufehler und nicht durch falsches Nutzerverhalten verursacht wurde, beziehungsweise schon bei Übergabe der Wohnung als verborgener Mangel bestanden hat. Je früher der Schimmelbefall bemerkt wird, desto besser. Bei Verdacht sollte man ein Hygrometer montieren. Ein solches Gerät zum Messen der relativen Luftfeuchtigkeit ist bereits um etwas mehr als 100 Schilling erhältlich. Der Wert sollte 65 Prozent, im Winter (bei minus 10 Grad Celsius) 55 Prozent, nicht überschreiten. Liegt die Luftfeuchtigkeit konstant darunter und bildet sich dennoch Schimmel in der Wohnung, so deutet dies auf das Vorliegen eines Baumangels hin. Wer regelmäßig misst und dies dokumentiert, kann den Vorwurf, zu wenig zu lüften, leichter entkräften.

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