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Stromrechnungen

Wichtiges bleibt im Dunkeln

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Konsument 8/2002 veröffentlicht: 22.07.2002

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Atomanteil verschleiert

Bedauerlich ist, dass die zuständigen Landesstellen die Verschleierungstaktik ihrer Gebietsversorger unterstützen. Es lag an den Ländern, den ELWOG-Auftrag in Ausführungsbestimmungen zu konkretisieren. Meist fielen diese so aus, wie die Versorgungsunternehmen es sich wünschten, Wien und Salzburg haben die Entscheidung gleich ihren Stromgesellschaften überantwortet. Nur Oberösterreich, die Steiermark und Vorarlberg haben in ihren Verordnungen für eine klare Kennzeichnung des Gesamtaufbringungsmix optiert. Und nur ein Gebietsversorger, nämlich die Vorarlberger Kraftwerke AG, hält sich bei der Stromkennzeichnung an das von der E-Control empfohlene einheitliche Label.

Atomstrom frei

Bei den alternativen Anbietern ist die Informationsfreudigkeit generell größer, wenngleich es auch da einiges zu bemängeln gäbe. Für kaum einen Anbieter scheint es wirklich ein besonderes Anliegen zu sein, seinen Kunden transparente Rechnungen zu bieten. Und was Atomstrom betrifft: Nach derzeitigem Stand muss man davon ausgehen, dass kein konventioneller Anbieter atomstromfrei ist. Die Alternativanbieter MyElectric und Raiffeisen Ware Wasserkraft beziehen 100 Prozent ihres Stroms aus Wasserkraftwerken. Nur die beiden Träger des Umweltzeichens Grüner Strom – Alpen-Adria-Energie (AAE) und oekostrom – sind nicht nur garantiert frei von Atomstrom, sondern investieren auch in neue Kraftwerke zur Nutzung erneuerbarer Energieträger.

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