Stromrechnungen

Mehr Licht im Dunkel

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Konsument 4/2011 veröffentlicht: 16.03.2011

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Es bleibt noch viel zu verbessern

Was nicht heißt, dass alles zum Besten steht. In fast jeder Rechnung finden sich unver­ändert ärgerliche Mängel oder es werden wichtige Daten vorenthalten. So fehlt fast durchwegs der Hinweis, wie und innerhalb welcher Frist die Rechnung beeinsprucht werden kann.

Die Vollständigkeit ist wohl zum Großteil gegeben, das wirkt sich aber nicht unbedingt positiv auf die Lesbarkeit aus; die stellt immer noch eine Herausforderung dar. Die Aufbereitung der Rechnungen ist meistens sehr technisch geprägt, statt sie auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten.

Manches kompliziert bzw. überflüssig

Die Erklärung der Begriffe ist unnötig kompliziert, manche Erklärungen sind überflüssig. Am besten wäre es ja, statt der zahlreichen (leider auch gesetzlich festgeschriebenen) Tarifkomponenten, die vom Konsumenten ohnehin nicht beeinflusst werden können, schlicht und einfach Netzgebühr, Verbrauch sowie Abgaben und Steuern auszuweisen.

Unverständlich auch, warum der Zählpunkt, das ist die Nummer zur Identifizierung der Stromanlage, so unendlich schwer lesbar sein muss. Sie beginnt mit AT und umfasst 31 Ziffern, die meisten davon Nullen; meist wird sie ohne Teilung "in einer Wurst" dargestellt. Fehler bei der Wiedergabe sind da fast unvermeidlich.

Information über Netzbetreiber

Erfreulich ist, dass die Stromrechnungen vermehrt schon darüber informieren, wer der Netzbetreiber ist. Das ist vor allem für jene Kunden wichtig, die ihren Stromlieferanten gewechselt haben. Fast alle Stromlieferanten übernehmen mittlerweile auch das Inkasso für den Netzbetreiber, sodass der Konsument nur eine Rechnung zu bezahlen hat. (Blöd nur, dass einige vergessen, auf der Rechnung darauf aufmerksam zu machen.) Lediglich Switch und MyElectric setzen auf getrennte Rechnungen. Sie heben nur ihren Anteil an den Gesamtkosten ein, die Energiekosten.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo