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Wärmepumpen: Boden-Heizung

Alternative für Öl, Gas oder Strom

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Konsument 2/2008 veröffentlicht: 08.01.2008

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Wärmepumpensysteme am billigsten

Neben dem Spezialfall Biomasse-Nahwärme (Nahwärmeversorgung im Winter, Warmwasserbereitung im Sommer über Strom) hat die Erdgasanlage die niedrigsten Investitionskosten. Die Erd-Wärmepumpe (mit Tiefensonde) ist in der Anschaffung am teuersten, kann aber auf die bei Weitem niedrigsten Verbrauchskosten verweisen. Insgesamt kommen Wärmepumpensysteme am billigsten, wobei Erdgas etwa gleichauf liegt. Am teuersten ist die Heizölanlage. Bei einem Neubau kann die Erd-Wärmepumpe ihre Vorteile besser ausspielen, in diesem Fall (nicht abgebildet) wäre sie alleiniger Preisführer, auch Erdgas könnte da nicht mehr mithalten.

Zu bedenken ist, dass diese Rechnung sehr stark von den Energiepreisen abhängt. So befinden sich die Ölpreise seit einem Jahr in einer rasanten Aufwärtsbewegung, die Pelletspreise haben sich im vergangenen Jahr wie auf einer Hochschaubahn entwickelt (Anfang 2007 hatten sie fast den Heizölpreis erreicht, dann gingen sie wieder auf das vorherige Niveau zurück).

Markengeräte im Qualitätstest

Im vorliegenden Test (durchgeführt von der Stiftung Warentest) befinden sich 6 Markengeräte mit Preisen zwischen 9200 und 10.600 Euro. Zwei Hersteller; Viessmann und Nibe konnten nicht berücksichtigt werden, weil gerade eine Modellumstellung erfolgte.

Im Mittelpunkt der Überprüfung stand die Energieeffizienz. Bei einer Vorlauftemperatur von 35 Grad (Fußbodenheizung) sind die Ergebnisse durchwegs gut, die drei Erstgereihten Vaillant, Alpha-Innotec und Stiebel Eltron erreichen eine Jahresarbeitszahl von 4,7. Am wenigsten effizient arbeiten die Geräte bei der Warmwasserbereitung. Hier sind höhere Temperaturen vonnöten, damit ausreichend Wasser mit der gewünschten Temperatur zur Verfügung steht. Das Verhältnis von Wärmeabgabe zu Stromverbrauch (Leistungszahl) erreicht hier maximal 2,9 (bei Dimplex bzw. der baugleichen Buderus Logafix).

Wärmepumpe mit Solarspeicher kombinieren

Über die Bedienung muss man sich kaum Gedanken machen. Sind die Wärmepumpen einmal installiert, funktionieren sie vollautomatisch und wartungsfrei. Auch Sicherheit und Verarbeitungsqualität bieten kaum Anlass zu Beanstandungen. Positiv auch die recyclinggerechte Konstruktion der Wärmepumpen. Verbesserungswürdig sind dagegen noch Art und Menge der treibhauswirksamen Kältemittel. Eine Möglichkeit, die Umweltbilanz der Wärmepumpen zu verbessern, ist der Anschluss einer Solaranlage. So lassen sich die Modelle Dimplex und das baugleiche Buderus mit einem Solarspeicher kombinieren.

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