KONSUMENT.AT - Medizinische Befunde - Stuhltest – aussagekräftig oder nicht?

Medizinische Befunde

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KONSUMENT 3/2017 veröffentlicht: 23.02.2017

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Stuhltest – aussagekräftig oder nicht?

Mit dem sogenannten Haemocculttest soll der Stuhl auf nicht sichtbares Blut und das damit einhergehende Tumorrisiko im Darm untersucht werden.

Der Test ist einfach durchzuführen und Bestandteil jeder Gesundenuntersuchung: In vorgefertigten Testbriefchen von medizinischen Einrichtungen wird eine etwa erbsengroße Stuhlprobe auf den dafür vorgesehenen Feldern aufgebracht.

Test wiederholt

Bei positivem Testergebnis, also wenn der Blutfarbstoff Hämoglobin im Stuhl gefunden wurde, wird der Test meist wiederholt, um ein durch Ernährung, Hämorrhoiden oder bei Frauen durch die Regelblutung falsch-positives Ergebnis auszuschließen. Außerdem werden oft weitere Untersuchungen – etwa auf Hämorrhoiden, Polypen oder Geschwüre in Magen und Darm – durchgeführt, um die Blutungsquelle zu finden.

Die diagnostische Aussagekraft des Haemocculttests ist allerdings eingeschränkt:

- Nur fünf Prozent der über 45-Jährigen ohne Beschwerden, bei denen der Test Blut im Stuhl nachweist, leiden tatsächlich an einer gut- oder bösartigen Tumorerkrankung im Darm.

- Andererseits weist der Haemocculttest nur bei etwa jedem Zweiten mit einem Darmtumor im Frühstadium Blut im Stuhl nach.

 

 

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