Betriebliche Vorsorgekassen: Vergleich

Zweites Standbein für die Pension

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KONSUMENT 6/2016 veröffentlicht: 25.05.2016

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Wechseln ist einfach

Wie hoch dieser ist, hängt von der Einzahlungsdauer (also der Summe der Dienst­jahre), der Summe der eingezahlten Beiträge plus dem Veranlagungsgeschick der jeweiligen Vorsorgekasse minus den Verwaltungskosten ab. Die Rendite, die mit den Vorsorge­beiträgen erzielt wird, fällt nach unseren ­Erhebungen nicht berauschend aus, was aber angesichts der strengen Vorschriften hinsichtlich sicherer Anlage und aufgrund der Kapitalgarantie nicht verwundert. Trotzdem zeigt sich im Zehn-Jahres-­Vergleich eine Band­breite von 1,92 bis 2,58 Prozent Rendite. Mehr als ein ­halber Prozentpunkt Unterschied macht bei einem Betrag von 5.000 Euro über zehn Jahre immerhin gut 250 Euro mehr oder weniger in der Tasche aus.

Verwaltungskosten zwischen 0,4 und 0,7%

Auch bei den Verwaltungskosten gibt es ­Unterschiede. Sie variieren zwischen 0,4 und 0,7 Prozent. Die per Gesetz festgelegte Höchstgrenze bei den Vermögensverwaltungskosten liegt bei 0,8 Prozent des Ver­mögens; Spielraum für Verhandlungen mit der jeweiligen Vorsorgekasse gibt es hier keinen, da jede BVK ihre Kunden gleich ­behandeln muss – individuelle Gebührenvereinbarungen, zum Beispiel für Großkunden, sind nicht möglich. Wer aber zu dem Schluss kommt, dass eine andere BVK nicht nur bei den Gebühren, sondern auch bei den Erträgen besser abschneidet, besseren Service bietet oder nachhaltiger veranlagt, sollte das Gespräch mit dem Arbeitgeber bzw. dem Betriebsrat suchen und gemeinsam mit Kollegen auf einen Wechsel drängen.

Kündigung bis 30.6.

Sofern keine kürzere Kündigungsfrist vereinbart wurde, muss die Kündigung bis spätestens 30.6. bei der BVK einlangen, damit sie mit 1.1.des Folge­jahres wirksam wird. Die dazu erforderlichen Schritte werden von der neu gewählten Vorsorgekasse übernommen und sind üblicherweise mit wenig Aufwand verbunden.

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Kommentare

  • Für die Arbeitnehmer ein absoluter Verlust
    von gerhard56 am 23.06.2017 um 14:31
    Vergleicht man die Ansprüche Abfertigung alt mit Abfertigung neu kommt man unweigerlich zu dem Schluß, dass die einzigen Gewinner die sog. Vorsorgekassen sind. Die kassieren nur fette Spesen, dafür gibt es kaum Zinsen und der Arbeitnehmer bekommt nur einen kleinen Teil jenes Betrages, welcher nach Abfertigung alt zugestanden hätte. Genau so ein Rohrkrepierer wie die Pensionsvorsorge.
  • Enormer Unterschied in der Abfertigungshöhe im Vergleich Abfertigung ALT vs. NEU!
    von thoem am 17.08.2016 um 14:14
    Bezüglich finanzielle Attraktivität Abfertigung NEU vs. ALT: Sofern man nicht öfters den Arbeitgeber wechselt und man noch im System "Abfertigung ALT" ist, ist ein Wechsel zu "Abfertigung NEU" absolut nicht anzuraten. Die Höhe der Abfertigung ALT bei gleicher Dienstzeit ist realistisch ca. 2 bis 3 mal so hoch wie bei Abfertigung NEU!! Es müsste schon durchschnittlich jährlich 6%(!!!) Zinsen auf die Einlagen geben, damit mit Abfertigung NEU der gleiche Betrag herausschaut wie bei Abfertigung ALT. Bsp 10 Jahre (Jan 2003 - Dez 2012): Abfertigung ALT = 4 Monatsentgelte (Jahresbrutto / 12) Abfertigung NEU = ca. 1,5 Monatsentgelte
  • Artikel und Tabelle noch nicht zugänglich
    von REDAKTION am 25.05.2016 um 10:03

    Wir haben das Heft am 23.5. zum Versand zur Post gebracht. Die Online-Version der Artikel ist jetzt - 25.5.2016, 9 Uhr 30 - online gegangen. Sie gehören zu jenen Abonnenten, denen die Post das gedruckte Heft früh - offenbar am 24.5. -, also vor dem Online-Stellen, zugestellt hat. Auf der Empfangsseite dieses Artikels hatten wir darauf hingewiesen, dass der Artikel am 25. online geht. Sorry - Print und Online klaffen gelegentlich etwas auseinander.
    Ihr KONSUMENT-Team

  • Online Vergleichstool
    von Fred10 am 24.05.2016 um 20:04
    Hallo Im Heft 06/2016 ist auf Seite 29 unten angegeben, dass jedem Verbraucher online ein Vergleichsstool zur Verfügung gestellt wird. Ich kann dieses Tool auf der Homepage nicht finden! Danke für einen Hinweis!
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo