Betriebliche Vorsorgekassen: Vergleich

Zweites Standbein für die Pension

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KONSUMENT 6/2016 veröffentlicht: 25.05.2016

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So funktioniert die Abfertigung neu

Einzahlung: Der Arbeitgeber oder selbstständig Erwerbstätige zahlt ab dem zweiten (Beschäftigungs-)Monat 1,53 Prozent des Bruttoentgelts an eine Betriebliche Vorsorgekasse (BVK). Die Beiträge werden von der Krankenkasse eingehoben und an die jeweils gewählte BVK weitergeleitet. Die Höhe der Abfertigung neu hängt vom Einkommen während der gesamten Dienst- bzw. Erwerbsjahre und vom Veranlagungsergebnis der BVK ab.

Auszahlung: Endet ein Arbeitsverhältnis durch Arbeitgeberkündigung, Fristablauf, einvernehmliche Lösung, unberechtigte/unverschuldete Entlassung oder berechtigten Austritt und liegen zumindest drei Einzahlungsjahre vor (Zeiten bei verschiedenen Arbeit­gebern werden zusammengezählt), kann die Auszahlung der Abfertigung verlangt werden.

Endet das Dienstverhältnis durch Arbeitnehmerkündigung, berechtigte/verschuldete Entlassung, unberechtigten Austritt oder bevor insgesamt drei Einzahlungsjahre vorliegen, bleibt die Abfertigung in der BVK und wird dort weiter veranlagt.

Auszahlungsvarianten: Die bislang angesammelte Abfertigung kann auf Wunsch des Anspruchsberechtigten

  • als Kapitalbetrag ausgezahlt werden,
  • in der BVK belassen und dort weiter­veranlagt werden,
  • an die BVK des neuen Arbeitgebers ­übertragen werden (sogenanntes ­Rucksackprinzip) oder
  • in eine private Pensionszusatzversicherung oder Pensionskasse übertragen werden, wo zum Beispiel eine monatliche Zusatz­pen­sionszahlung vereinbart werden kann.

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Kommentare

  • Für die Arbeitnehmer ein absoluter Verlust
    von gerhard56 am 23.06.2017 um 14:31
    Vergleicht man die Ansprüche Abfertigung alt mit Abfertigung neu kommt man unweigerlich zu dem Schluß, dass die einzigen Gewinner die sog. Vorsorgekassen sind. Die kassieren nur fette Spesen, dafür gibt es kaum Zinsen und der Arbeitnehmer bekommt nur einen kleinen Teil jenes Betrages, welcher nach Abfertigung alt zugestanden hätte. Genau so ein Rohrkrepierer wie die Pensionsvorsorge.
  • Enormer Unterschied in der Abfertigungshöhe im Vergleich Abfertigung ALT vs. NEU!
    von thoem am 17.08.2016 um 14:14
    Bezüglich finanzielle Attraktivität Abfertigung NEU vs. ALT: Sofern man nicht öfters den Arbeitgeber wechselt und man noch im System "Abfertigung ALT" ist, ist ein Wechsel zu "Abfertigung NEU" absolut nicht anzuraten. Die Höhe der Abfertigung ALT bei gleicher Dienstzeit ist realistisch ca. 2 bis 3 mal so hoch wie bei Abfertigung NEU!! Es müsste schon durchschnittlich jährlich 6%(!!!) Zinsen auf die Einlagen geben, damit mit Abfertigung NEU der gleiche Betrag herausschaut wie bei Abfertigung ALT. Bsp 10 Jahre (Jan 2003 - Dez 2012): Abfertigung ALT = 4 Monatsentgelte (Jahresbrutto / 12) Abfertigung NEU = ca. 1,5 Monatsentgelte
  • Artikel und Tabelle noch nicht zugänglich
    von REDAKTION am 25.05.2016 um 10:03

    Wir haben das Heft am 23.5. zum Versand zur Post gebracht. Die Online-Version der Artikel ist jetzt - 25.5.2016, 9 Uhr 30 - online gegangen. Sie gehören zu jenen Abonnenten, denen die Post das gedruckte Heft früh - offenbar am 24.5. -, also vor dem Online-Stellen, zugestellt hat. Auf der Empfangsseite dieses Artikels hatten wir darauf hingewiesen, dass der Artikel am 25. online geht. Sorry - Print und Online klaffen gelegentlich etwas auseinander.
    Ihr KONSUMENT-Team

  • Online Vergleichstool
    von Fred10 am 24.05.2016 um 20:04
    Hallo Im Heft 06/2016 ist auf Seite 29 unten angegeben, dass jedem Verbraucher online ein Vergleichsstool zur Verfügung gestellt wird. Ich kann dieses Tool auf der Homepage nicht finden! Danke für einen Hinweis!
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo