Digitalcamcorder

Groß im Bild

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Konsument 3/2000 veröffentlicht: 01.03.2000

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Bester Ton nur mit Zusatzmikrofon

Die Miniaturisierung wirkt sich nicht zuletzt auf die Klangqualität aus: Die eingebauten Mikrofone sitzen so nahe am Motor des Camcorders, dass sie in vielen Fällen dessen Betriebsgeräusche mit aufzeichnen. Diese sind bei der Wiedergabe als Surren im Hintergrund zu hören. Panasonic und Sony (beim Digital 8-Modell) haben das Problem weitgehend in den Griff bekommen, bei den anderen Geräten kann nur der Anschluss eines externen Mikrofons Abhilfe schaffen. Voraussetzung ist allerdings das Vorhandensein einer Mikrofonbuchse. Wer höhere Ansprüche an die Tonwiedergabe stellt, sollte unbedingt mit einem Zusatzmikrofon (drahtlos oder mit langem Kabel) arbeiten.

Ein Chip für jede Farbe

Das überzeugendste Argument für die Anschaffung eines Digitalcamcorders ist sicherlich die Bildqualität, die von der Gerätegröße nicht beeinflusst wird. Fast schon Studioqualität liefert der Panasonic NV-DX 110 EG. Sein etwas höherer Preis ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass er mit einem eigenen CCD-Chip (Bildwandler) für jede der drei Grundfarben (Blau, Grün, Rot) aufwarten kann. Diese Technik stammt aus dem Profibereich und bringt ein Plus an Schärfe, Bildruhe, Farbtreue und Farbtrennung. Aber auch die herkömmlichen digitalen Ein-Chip-Camcorder lassen den zu Vergleichszwecken mitgetesteten Hi 8-Camcorder hinsichtlich der Bildqualität sehr weit hinter sich.

Punkten konnte das Hi 8-Gerät nur bei der Betriebsdauer. Kein Wunder: In das größere Gehäuse passen größere Akkus mit höherer Kapazität. Die kürzeste Laufzeit im Test hatte das digitale Canon-Modell mit nur 50 Minuten. In der Praxis kann dem Akku eines Mini-DV-Camcorders aber schon nach rund 30 Minuten der Saft ausgehen. Die Mitnahme von zwei Ersatzakkus kann nicht schaden.

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