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Digitale Camcorder

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Konsument 11/2005 veröffentlicht: 17.10.2005

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Charakteristika der Speichersysteme

Werfen wir einen Blick auf Charakteristika der (Speicher-)Systeme:

  • Digital-8-Cassette: Die Cassetten (Laufzeit maximal 90 Minuten) haben in etwa das Format einer Audiocassette. Die Geräte sind relativ groß und schwer. Die Bildqualität ist aufgrund fehlender Weiterentwicklung deutlich hinter jene der Mini-DV-Modelle zurückgefallen. Der einzige Grund, das Digital-8-System zu wählen: Wer früher auf Video 8 oder Hi 8 gefilmt hat, kann mit einem Digital-8-Camcorder (ab der mittleren Preisklasse) die alten Bänder betrachten und zur Bearbeitung digital auf den PC überspielen.
  • Mini-DV-Cassette: Die 6,5 x 4,5 cm großen Cassetten haben eine maximale Laufzeit von 60 Minuten. Magnetbänder eignen sich gut zur längerfristigen Archivierung der Originalaufnahmen.
  • DVD (8 cm Durchmesser): Das direkte Brennen von bis zu 30 Minuten Videomaterial auf eine kleine Scheibe scheint reizvoll, es ist aber das System mit den meisten Tücken. So können nur wenige PC-Laufwerke und DVD-Player das Format DVD-RAM wiedergeben. Mit den gängigeren DVD+RW und DVD-RW ist man trotzdem nicht auf der sicheren Seite, denn es gibt keine Garantie, dass ein externes Gerät die Videoaufzeichnungen lesen kann. Und selbst die in der Werbung versprochene einfache Handhabung hat ihre Grenzen. Wer einen DVD-RW-Rohling in den Camcorder einlegt, muss sich verbindlich zwischen dem Video- und dem VR-Modus entscheiden.
    Der Videomodus hat den Vorteil der hohen Kompatibilität mit DVD-Playern und -Laufwerken, erlaubt aber kein Bearbeiten oder Löschen der Aufnahmen direkt im Camcorder (sie werden nur „versteckt“, nicht Platz sparend entfernt). Auch kann nicht jede PC-Schnittsoftware die Daten lesen. Im VR-Modus ist dies alles kein Problem, möchte man aber die DVD im DVD-Player oder -Laufwerk abspielen, muss man sie finalisieren (und falls sie noch nicht voll ist, den Finalisierungsvorgang im Camcorder später rückgängig machen). DVD+RW wiederum ist bei der Wiedergabe problemlos.

Möchte man die Aufnahmen am PC bearbeiten, braucht man spezielle Software, um zunächst das Datenformat  umzuwandeln.

  • Speicherkarte: Memory Cards (meist Memory Stick – MS und Secure Digital – SD) sind ebenso teure wie praktische Speichermedien, weil man sie in den Kartenleser des PCs stecken kann, um auf die Fotos und Videoaufnahmen zugreifen zu können. Außer natürlich, wenn der Hauptspeicher fest eingebaut ist. Dann leidet die Bildqualität, weil auf den beschränkten Speicherplatz Rücksicht genommen werden muss. Auf 1 Gigabyte passen in der höchsten Qualitätsstufe etwa 15 Minuten.
  • Mini-Festplatte: Das oben Gesagte gilt auch für den Micro-Drive, eine Mini-Festplatte im Gehäuse einer Compact-Flash-Speicherkarte (CF). Die Geräte dieses Systems werden in absehbarer Zeit durch Camcorder mit eingebauter Festplatte ersetzt werden.

Generell ist festzustellen, dass, bedingt durch die kleinen Gehäuse, die mechanische Stabilität eher schlechter geworden ist. Die Tonqualität leidet unter mechanischen und elektrischen Störgeräuschen. Abhilfe schafft zum Teil ein externes Mikrofon (ein Anschluss dafür sollte unbedingt vorhanden sein). Menüführung und Touchscreen sind oft recht unübersichtlich – es lohnt sich, das vor dem Kauf auszuprobieren.

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