Digitale Sat-Receiver

Sat(t) enttäuscht

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Konsument 4/2001 veröffentlicht: 01.04.2001

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Zauberwort „digital“

Wozu dann aber ein Test von „Digitalen Sat-Receivern“, mag man sich fragen.Die Antwort ist simpel: Einfach, weil es diese Angebote gibt. Und weil wir zunehmend die Beobachtung machen, dass allein die Beifügung des Wörtleins „digital“ zu verschiedenen Produktangeboten des technischen Bereichs nahezu automatisch die Assoziation „Das Ist Garantiert Irgendwie Total Anders, Leute!“ hervorruft. Besser nämlich, schneller, vielleicht sogar billiger? Der Einsatz eines digitalen Sat-Receivers bringt zwar üblicherweise bessere Bild- und Tonqualität als eine analoge Anlage, aber kein „besseres“ Programmangebot – und das zum (rund gerechnet) doppelten Preis.

Sie sind skeptisch, weil „irgendwas“ muss ja doch dran sein?

ORF-digital

Gut. Lassen wir also den ORF mit seiner Begründung für die seit August 2000 erfolgende digitale Aussendung seiner Programme via Satellit zu Wort kommen: „Digitales TV bringt Bilder und Töne in erstklassiger Qualität – und das auch dort, wo der terrestrische Empfang von TV-Programmen nur in eingeschränkter Qualität möglich ist“, heißt es auf der ORF-Website. Im Umkehrschluss bedeutet das: Wer ohnehin einen ordentlichen Empfang hat (sei es über den ORF-Sendemast oder Kabel-TV), der benötigt dafür keinen digitalen Sat-Receiver. Er wäre sogar schlecht beraten, weil sich der ORF dieses Feature mittlerweile mit 410 Schilling (einmalig) abgelten lässt – bestehende oder erst noch vorzunehmende Rundfunkanmeldung vorausgesetzt; digitaler ORF-Empfang via Satellit ist also kein Schlupfloch für „Schwarzseher“.

Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo