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Digitales Fernsehen

Nicht schwarz sehen

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Konsument 11/2006 veröffentlicht: 11.10.2006

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Wir wollen hier die wichtigsten Fragen zum digitalen Antennenfernsehen noch einmal kurz zusammenfassen.

Wer ist von der Umstellung ab 26. Oktober betroffen?

Alle jene Österreicher, die die Programme von ORF und ATV über Antenne (also terrestrisch) empfangen. Sei es, dass sie nur über einen Antennenempfang verfügen, sei es, dass sie über eine analoge Satellitenanlage verfügen und für den Empfang der heimischen Programme eine Zusatzantenne installiert haben. Das sind immerhin 40 Prozent der österreichischen Haushalte mit TV-Anschluss, also rund 1,5 Millionen.

Was sollen die Betroffenen tun?

Sie müssen sich ein Zusatzgerät – die Settop-Box für digital-terrestrisches Fernsehen (DVB-T) – zulegen oder sie entscheiden sich für ein neues TV-Gerät, bei dem ein DVB-T-Tuner schon integriert ist. Bis zuletzt hat es noch sehr wenige, teure TV-Geräte gegeben, bei denen das der Fall war. Sollten Sie vor Kurzem ein hochpreisiges TV-Gerät erworben haben sehen Sie nach, ob es nicht vielleicht doch mit DVB-T-Tuner ausgestattet ist oder nachgerüstet werden kann.

Besitzer einer analogen Satellitenanlage sollten überlegen, ob sie sich statt einer Settop-Box nicht gleich eine digitale Sat-Anlage zulegen wollen. Nicht nur aus optischen oder platztechnischen Gründen – sie ersparen sich das Aufstellen von einem zusätzlichen Kastel (denn mit digitaler Sat-Anlage kann man auch ORF empfangen und braucht somit keine Settop-Box). Digital ist auch das Programmangebot größer als analog. Die Umrüstung der
Sat-Anlage auf digital kostet vermutlich nicht mehr als 300 Euro (120 Euro für
den Receiver, 20 Euro für den LNB-Teil und geschätzte 150 Euro für die Installation). Und das ist das Doppelte im Vergleich zu einer MHP-fähigen Settop-Box (MHP ist der Nachfolger des bisherigen Teletext).

Komme ich in den Genuss der versprochenen Förderung?

Wahrscheinlich ist es nicht. Außer Sie sind Pflegegeldbezieher und Ihr Haushaltsnettoeinkommen liegt nicht über 772,80 Euro und Sie waren deshalb schon bisher von der Bezahlung der Fernsehgebühr befreit. Dann müssen Sie einen Gutschein (über 40 Euro) anfordern, den Sie beim Kauf einer (MHP-fähigen) Settop-Box bis Mitte 2007 einlösen können.
Für alle anderen Personen gilt: Die 40 Euro Förderung gibt es nur für die ersten 100.000 Frühumsteiger, die spätestens bis Jahresende 2006 eine Settop-Box kaufen, und zwar eine teure, MHP-fähige. Die kostet 100 Euro und mehr. Wenn Sie auf den neuen Teletext (und auf die Förderung) verzichten können, gibt es preiswertere Boxen – ab 50 Euro. Das heißt, Sie fahren ohne Förderung sogar billiger.

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