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Digitalkameras

Die Pixelmillionäre

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Konsument 2/2001 veröffentlicht: 01.02.2001

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Auch wenn die Werbung anders suggeriert - Digitalkameras sind nicht für jedermann sinnvoll. Wer nicht vorhat, Fotos digital nachzubearbeiten, hat von der digitalen Speicherung nicht viel. Im Gegenteil: Die Qualität der auf Filmstreifen gebannten Bilder ist immer noch besser. Digitale Speicherkarten haben eine sehr begrenzte Kapazität und sind extrem teuer. Sie sind daher als Archiv für die individuelle Fotosammlung ungeeignet. Bilder sollten auf Speichermedien mit höherer Kapazität archiviert werden, wie CD oder ZIP-Drive.

Zur Weiterbearbeitung im PC. Wer Fotos auf dem TV-Gerät oder dem PC-Monitor betrachten möchte, kann auch Bilder aus der Kleinbild- oder APS-Kamera nachträglich scannen oder im Fotolabor auf CD oder Diskette abspeichern lassen (dafür gibt es bereits sehr günstige Angebote). Eine digitale Kamera hingegen lohnt sich erst dann, wenn die digitalen Bildbearbeitungsmöglichkeiten genutzt werden - entsprechende Software wird bei allen Digitalkameras mitgeliefert.

Webcam fürs Internet. Wer digitale Fotos nur fürs Internet (zum Versenden, zur Homepage-Gestaltung) verwenden will, findet mit einer billigen Webcam das Auslangen. Auflösung 0,3 Megapixel, Preis ab 700 Schilling.

Nicht für Schnappschüsse, nicht für Qualitätsbilder. Wer schnell und problemlos knipsen will, ist mit einer Kompaktkamera am besten bedient. Neben der einfachen Handhabung ist heute auch eine gute Bildqualität selbstverständlich.
Anspruchsvolle Fotoamateure werden am ehesten zu einer Kleinbild-Spiegelreflexkamera greifen. Gute Markenmodelle sind samt Objektiv bereits ab 5000 Schilling zu haben. Im Kleinbildbereich findet man auch nach wie vor die besten Gestaltungsmöglichkeiten vor: exakte Kontrolle über den Bildausschnitt, manuelle Bedienung, reichhaltige Auswahl von Objektiven.