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DVD-Player

Tücken statt Finessen

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Konsument 7/2000 veröffentlicht: 01.07.2000

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Die Bildqualität ist wirklich gut

Nur wenig davon wird derzeit bei der „typischen“ DVD genutzt. Allein die Bildqualität mag ausnahmslos zu überzeugen: Mit etwa 500 Linien hat das DVD-Bild deutlich mehr auf den Bildschirm zu bringen als die herkömmliche VHS-Kassette mit gerade einmal 240. Da gibt es nichts auszusetzen. Aber lohnt deshalb die Anschaffung eines Gerätes, das selbst in den „Billigstvarianten“ mit 3000 bis 6000 Schilling zu Buche schlägt? Wie viele Videokassetten vermag man damit käuflich zu erwerben oder gar zu entlehnen?

Eine ganze Menge, denken wir. Und die sind – sofern der Anschluss des Videorecorders erst einmal gelungen ist – auch einfach zu „konsumieren“: Kassette rein, das TV-Gerät auf den AV-Kanal geschaltet und die „Play“-Taste gedrückt. Fertig. Beim DVD-Player ist das nicht ganz so unkompliziert. Im Gegenteil: Da können schon einmal (abhängig von Gerät, DVD und Erfahrung des Anwenders) fünf bis 15 Minuten „draufgehen“, bevor die Scheibe wirklich optimal läuft – korrekter Geräteanschluss vorausgesetzt.

„Einfach abspielen“ spielt es nicht

Die Ursache dafür scheint einerseits in der Mächtigkeit dieses Medienformats zu liegen (also in der Vielzahl der prinzipiell möglichen Parameter, wie etwa Auswahl der Sprache, der Untertitel etc.); andererseits daran, dass die DVD-Player auf Vorhandensein oder Fehlen dieser Features auf einer konkreten DVD-Scheibe nicht selbstständig „reagieren“. Man muss dem Gerät also „sagen“, über welche Ausstattungsmerkmale die eben eingelegte DVD verfügt (keines der Geräte hat ein „Gedächtnis“ dafür) und für welche man sich entscheidet. Dieser Vorgang erfolgt nun wieder bei jeder DVD-Scheibe nach einem anderen „Strickmuster“, je nachdem für welche Bildschirm-Menüführung sich der Hersteller dieser DVD entschieden hat.

Mühsame Vorgangsweise

Entsprechend „vielfältig“ und lernintensiv ist auch das Auswahlprozedere. Dazu kommt, dass sich bestimmte Parameter nicht direkt während des Abspielens ändern lassen, man muss vielmehr die DVD stoppen, ins Einstellungsmenü „wandern“ (blauer Bildschirm), dort die Änderungen vornehmen und – dann den richtigen Knopf erwischen, möchte man den Streifen an der Stelle der Unterbrechung fortsetzen. Andernfalls startet er wieder am Anfang und es bedarf etlicher Klicks, um zwecks nahtloser Fortsetzung an die ursprüngliche Position zurückzugelangen. Nicht, dass man mit diesen Erschwernissen nicht leben könnte – aber müssen sie wirklich sein, fragen wir uns?

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