DVD-Player

Tücken statt Finessen

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Konsument 7/2000 veröffentlicht: 01.07.2000

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Nicht jede DVD lässt sich abspielen

Und muss es sein, dass die Film- und Unterhaltungsindustrie die Welt in sechs Zonen eingeteilt hat, die es einem verunmöglichen, sich etwa vom USA-Trip auch eine DVD mit einem aktuellen Film mitzubringen, um diesen dann daheim zu genießen? Dem ist nämlich so: Wer in Österreich einen DVD-Player ersteht (wir befinden uns gemeinsam mit Japan, Ägypten und Afrika in der Zone 2), der kann darauf keine in einer anderen der sechs Zonen erstandene DVD-Scheibe abspielen. Sie ist damit praktisch wertlos. Es sei denn, man hat durch allerlei Manipulationen am Gerät diese Sperre überwunden beziehungsweise von einer darauf spezialisierten Firma „überwinden lassen“.

Aus „codelock“ wird „codefree“

Alle von uns befragten Generalimporteure schworen Stein und Bein, ihre Geräte natürlich nur entsprechend den geltenden Bestimmungen – also mit Codesperre für das entsprechende Land – an den Handel auszuliefern; alle Händler taten es ihnen gleich. Und dann wunderten wir uns: Denn kaufen konnten wir sie ohne Sperre. Da muss es also irgendwo zwischen den Lagern der Generalimporteure und jenen der Händler eine höchst geheime und mysteriöse Stelle geben, an der die DVD-Player plötzlich „vergessen“, mit welchen (unnötigen) Restriktionen sie hergestellt wurde…

Aufschlag für "codefree"

Das ist natürlich mit finanziellem Zusatzaufwand verbunden: Weitere 1000 bis 3000 Schilling mussten wir auf den Ladentisch blättern, um die DVD-Player des Tests „codefree“ zu erwerben. Damit werden aber selbst die „Billigstheimer-Geräte“ doch zu einem teuren Stück Unterhaltungselektronik (vom Risiko, durch den Eingriff der Gewährleistung verlustig zu gehen, gar nicht zu sprechen).

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo