Fotobücher

Klicken statt kleben

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KONSUMENT 3/2012 veröffentlicht: 21.02.2012

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Vom Bild zum Buch

Gedruckt wird ein Fotobuch entweder digital auf Druckpapier oder indem Fotopapier belichtet wird („Echtfotobuch“). Fotodetails kommen auf Fotopapier oft besser zur Geltung als auf Druckpapier. Bücher aus Foto­papier sind dicker und schwerer (meist auch teurer) als gedruckte, weil Fotopapier sich nur auf einer Seite belichten lässt. Zwei ­Seiten werden dann Rückseite an Rückseite zusammengeklebt, damit gibt es in der Mitte keinen störenden Bund. Als Bindung wird meist eine Klebebindung, bei teureren ­Stücken auch eine Fadenbindung gewählt. Eine billige Variante ist die Spiralbindung, wie sie auch bei Kalendern üblich ist. Für den Einband kann man aus vielen Varianten wählen – vom simplen, mit einem Foto bedruckten Papier bis zu echtem Leder oder eigenem Material (zum Beispiel der Stoff des Brautkleides). Eine Faustregel lautet: Die Stärke des Einbandes sollte dem Seiten­umfang des Buches entsprechen, also leichte, dünne Einbände für dünne Hefte.

Layout-Programme als Alternative zu Fotobuchprogrammen

So man im Besitz eines Layout-Programms ist, kann man sein Fotobuch auch ohne ­Software eines Anbieters erstellen. Auch das neue Word bietet brauchbare Fotobuch-Funktionen. Die fertige Datei wandelt man mit geeigneter Software in eine PDF-Datei um und lässt diese im Copyshop ausdrucken.

Fotobucherstellung ohne PC

Auch wer keinen Computer daheim hat, kann Fotobücher zusammenstellen. Viele Anbieter wie Hartlauer oder dm haben Digitalstationen, in die die Bilder entweder von einer ­Foto-CD oder direkt vom Kameraspeicher übertragen werden. Sinnvoll ist dies aber nur für einfach gestaltete Fotobücher. Daheim sollte man vorarbeiten und die Reihenfolge der Fotos sowie den vorgesehenen Text ­notieren.

Preise variieren stark

Die Preise sind ebenso unterschiedlich wie die Fotobücher selbst. Es beginnt bei rund 7 Euro für ein Buch im Postkartenformat mit 24 Seiten. Unser 26-seitiges Echtfotobuch (A4) kostete z.B. bei dm (CEWE) 36,20, bei Hofer 19,95 Euro. Zum Preis kommen noch Versandkosten und die Auftragspauschale (zusammen etwa 3 Euro) dazu. Bei Anbietern im Ausland sind die Versandkosten höher.

Wenn die Fotos deutliche Farbfehler auf­weisen, hat reklamieren Sinn. Hat man aber selbst danebengegriffen, muss man das vermurkste Werk wohl bezahlen.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
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Kommentare

  • @ Fr. Denscher
    von NETclub50plus am 10.01.2014 um 14:59
    Nach meiner Beobachtung lässt sich die Funktion "Automatisch verbessern" bei allen Programmen ausschalten. Meist aber erst unmittelbar vor Absenden der Datei an den Ausarbeiter. Von denen gibt es ohnehin nur sehr wenige (bin nicht sicher, ob die im Test erwähnten überhaupt noch alle auf dem Markt sind). Im wesentlichen CEWE, der für die meisten Handelsketten ausarbeitet (diesbezüglich ist es also völlig egal, ob Sie bei bipa, Hartlauer etc. bestellen - landet alles im selben Labor). Und Happy-Foto gibt es als österr. Betrieb auch noch hier lasse ich gerne arbeiten, da es selbst in Spitzenzeiten (nach Weihnachten, Urlaubszeit) meist schneller geht als vom Anbieter angegeben. Allerdings scheint man die Zahl der Vorlagen reduziert zu haben, derzeit sehe ich nur deren fünf, was sehr dürftig ist. Ergo am besten selber mit einem kleinen A4-Fotobuch austesten (26 Seiten), die gibt es schon so um die 10 Euro. Das hat den Vorteil, dass man die Ergebnisse unmittelbar vergleichen kann und sich auch mit der Software des jeweiligen Herstellers vertraut macht(da gibt es erhebliche Unterschiede).
  • Fotobücher im Test
    von Annemarie Denscher am 26.10.2013 um 14:36
    Sehr geehrte Damen und Herren! Gibt es einen aussagekräftigen Test von Fotobuchherstellern in Österreich? Ich möchte nicht alle mit Probeaufträgen selbst austesten. Es geht mir vor allem um die Frage der farbgetreuen Wiedergabe der Fotos. Außerdem sollte es die Option geben: "nicht überarbeiten....Fotos sind bereits korrigiert!!" Mit freundlichen Grüßen D.
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