KONSUMENT.AT - Fotografieren: Landschaften - Alle Sinne im Spiel

Fotografieren: Landschaften

Das Beste rausholen

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KONSUMENT 12/2011 veröffentlicht: 18.11.2011

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Alle Sinne im Spiel

Es kommt hinzu, dass bei unserem Seh­erlebnis auch alle anderen Sinne mit involviert sind. Wir sehen das Meer, und gleich­zeitig hören wir das Rauschen der Wellen, schmecken die salzige Luft und spüren den lauen Wind. Die einzelnen Sinneseindrücke vermengen sich zu einem Gesamteindruck – die Kamera kann dagegen nur einen, nämlich den visuellen Eindruck festhalten. Die besondere Herausforderung für den Fotografen besteht nun darin, allein über die Bildsprache auch alle anderen Empfindungen mit aus­zudrücken. Dazu müssen mehrere Aspekte berücksichtigt werden.

Was löst die Begeisterung in Ihnen aus?

Machen Sie sich klar, was es eigentlich ist, das Begeisterung in Ihnen auslöst. Ist es die Weite der Landschaft oder das satte Grün der ­Wiesen? Ist es die einmalige Lichtstimmung oder der liebliche Bach? Geklärt gehört auch die Frage, ob das, was Sie so begeistert, ­fotografisch wirklich so beeindruckend ist, oder ob Sie womöglich nur das „Opfer“ einer momentanen Gefühlswallung sind.

Markante Details

Manche gehen quasi auf Nummer sicher und machen eine Übersichtsaufnahme. Wer allerdings mit einem einzigen Bild alles sagen möchte, sagt in der Regel gar nichts. Ein knapp gewählter Ausschnitt oder ein ­markantes Detail geben das Typische und ­Besondere einer Landschaft besser wieder als eine verwirrende Fülle von Einzelheiten. Nehmen wir an, Sie wollen einen Bach fotografieren. Die Bildidee ist gefunden, nun heißt es, sie mit der Kamera entsprechend umzusetzen.

Farbe oder Schwarzweiß?

Dazu gehören Fragen geklärt wie: Farbe oder Schwarzweiß? Weitwinkel-, Tele- oder Normalobjektiv? Welcher Abstand? Soll das Licht von vorne, von der Seite oder von hinten kommen? Sind Standort, Zeitpunkt, Perspektive und Bildausschnitt optimal gewählt? Die Aufnahmezeit beträgt ja nur den winzigen Bruchteil einer Sekunde. In dieser kurzen Zeit muss all das eingefangen werden, woran der Maler viele Stunden, ja Tage arbeitet und wofür der Poet viele ­Worte braucht.

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