KONSUMENT.AT - Fotografieren: Reportage - Das Gegenteil von Flüchtigkeit

Fotografieren: Reportage

Mit Bildern erzählen

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KONSUMENT 8/2012 veröffentlicht: 26.07.2012

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Das Gegenteil von Flüchtigkeit

Das Einzelbild lädt zum Verweilen ein, zur genauen Betrachtung, zum Räsonieren. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit ist das ein großer Wert. Lebte früher die Fotoreportage von der Sensation, dem außergewöhnlichen Ereignis, so darf es heute auch ein Allerweltsthema sein, wenn es nur eindringlich genug abgehandelt wird: Die Kartenrunde im Wirtshaus. Ein Nachmittag auf der Trabrennbahn. Der Fischmarkt im griechischen Dorf. Die letzten Kohlearbeiter von Wien. Themen, die teilweise vor der Haustür liegen und für Berufs- wie Hobbyfotografen gleichermaßen interessant sind. Es gilt, nicht an der Oberfläche zu bleiben, sondern in die Tiefe zu gehen, auch Hintergründe aufzuzeigen – und so die spezifische Stärke dieser visuellen Erzählform auszuspielen.

Arbeit im Kopf

Wie heißt es doch so schön: Ein Bild kann mehr sagen als tausend Worte. Allerdings kann das nicht jedes Bild. Wer seine Fotos irgendwie schießt, egal wo er gerade steht oder welchen Ausschnitt er einfängt, wird nur mit Zufall oder sehr viel Glück zu einem aussagekräftigen Resultat finden. Ungleich bessere Chancen hat, wer mit Überlegung an die Sache herangeht, sich also bereits Gedanken darüber gemacht hat, was er mit seinem Bild zum Ausdruck bringen möchte, bevor er auf den Auslöser drückt.

Denn die Kamera ist zunächst nicht mehr als ein Arbeitsgerät. Die eigentliche Arbeit findet im Kopf des Fotografen statt: Was möchte ich aussagen? Wo setze ich den Schwerpunkt? Und wie komme ich am besten zum gewünschten Ergebnis?

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