Fotografieren: Sportfotografie

Die entscheidende Tausendstelsekunde

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KONSUMENT 2/2013 veröffentlicht: 24.01.2013, aktualisiert: 21.02.2013

Inhalt

Die besonderen Momente

Eine Domäne der Sportfotografie sind tra­ditionell die Höhepunke eines Wettkampfs, die einzigartigen und herausragenden Augenblicke, der spektakuläre Fallrückzieher etwa. Aber es können auch stille Momente sein. Franz Beckenbauer einsam in der Mitte des Stadions von Rom: Diese Aufnahme von 1990 hat sich in unser kollektives Bild-­Gedächtnis eingebrannt. Der Trainer ist soeben mit seiner Mannschaft Fußballwelt­meister geworden – in aller Stille genießt er den ­Augenblick.

Das Laute, Sensationelle, Spektakuläre hat, ähnlich wie grelle Farben, einen entscheidenden Nachteil: Die Wirkung ist zwar intensiv, aber üblicherweise auch nur kurz. Und schon bald macht sich Ermüdung breit.

Geschehnisse am Rande

Sportfotografie braucht sich daher keineswegs nur auf mit dem Super-Tele einge­fangene Aufnahmen zu beschränken. Das österreichische Fußballmagazin „ballesterer“ verzichtet sogar fast ganz darauf, es findet Aufnahmen spannender, die das Geschehen am Rande einfangen: von Zuschauern, Am­biente, Atmosphäre.

Auch ein Fußballplatz ganz ohne Geschehen kann ein dankbares Motiv sein; sei es, weil er idyllisch im Wald liegt, oder – anderes Extrem – sich als wahrer Acker präsentiert. Weil er von anmutiger Schönheit oder von bizarrem Reiz ist. Doch hier verwischt sich die Grenze zur Landschafts- und Architekturfotografie ...

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo