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Settop-Boxen: DVB-T kommt, VPS geht

Bedienung oft noch zu umständlich

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Konsument 8/2007 veröffentlicht: 17.07.2007

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Die Argumente der Digital-Befürworter sind bekannt: bessere Bildqualität in schlechten Versorgungslagen und – optional – der Nachfolger des Teletext, der MultiText (MHP). Tatsächlich brachten es fast alle Geräte auf eine „gute“ Bildqualität (Ausnahme: Redline); allerdings wird in Einzelfällen immer wieder bemängelt, dass an manchen Standorten, wo bislang zumindest ein leidlicher analoger Empfang möglich war, die digitalen Kastln zu gar keiner Leistung zu bewegen seien. Eben weil „digital“ auch heißt: 0 oder 1, alles oder nichts. Reicht das Signal nicht aus, bleibt der Bildschirm dunkel …

MultiText ein Flop

Was nun den MultiText betrifft, der via „Multimedia Home Platform“ (MHP) ins Gerät kommt: Er macht sich rar, als würden die Hersteller selbst nicht allzu viel davon halten. Nur vier Geräte im Test sind MHP-fähig und vermögen Text- und Bildinformationen (Foto und Grafik) im MultiText-Format darzustellen: schöner, übersichtlicher, leichter bedienbar. Leider kommen Sie dabei über Mittelmaß nicht hinaus – obwohl sie preislich (unter den „Durchschnittlichen“) die Spitzenreiter darstellen. Auffällig weiter:Von den „guten“ Geräten verfügt keines über die MultiText-Funktion. Ist die womöglich doch nicht ganz so zukunftsweisend, wie uns das die Werbung weismachen wollte (und will)? Man erinnert sich vielleicht: Die ursprüngliche 40-Euro-Förderung – bezahlt übrigens aus Steuergeldern, die zusammen mit der ORF-Programmgebühr eingehoben werden – wurde nur für Geräte gewährt, die eben diese Funktion aufwiesen, also die „zertifizierte Settop-Box mit MHP“, am bunten DVB-T-Pickerl erkennbar.

Doppelt hält besser

Wenn man schon Geld für eine Settop-Box ausgeben muss, dann empfiehlt es sich wohl, nach Zusatznutzen Ausschau zu halten. Drei Geräte im Test – und das ist neu – bieten einen solchen beispielsweise in Form der kombinierten Empfangsmöglichkeit sowohl für das terrestrisch ausgestrahlte digitale TV-Signal (eben DVB-T) wie auch für jenes, das über Satellit übertragen wird (DVB-S): Technisat, gran prix und Hirschmann CSTR 280PVR. Diese Geräte werden auch Kombi- oder Dual-Receiver genannt. Damit geht für jene, die bislang an der analogen Sat-Antenne hingen, schon eher das Tor zur großen weiten Fernsehwelt auf. Fungiert der DVB-S-Teil des Gerätes doch als Satelliten-Receiver und vermag als solcher locker um die 150 Programme plus ORF und ATV (über DVB-T) anzubieten. Scharfäugige Zeitgenossen sind sogar der Meinung, dass der Empfang der heimischen Programme über die Satellitenschüssel (die man in diesem Fall natürlich zusätzlich benötigt) besser sei als jener, der über die erdgebundenen TV-Sendemasten ausgestrahlt wird.

Digitale Sat-Anlage mit ORF-Karte

Allerdings könnte man in diesem Szenario auch gleich zu einer „reinen“ digitalen Sat-Anlage greifen, die – mit der entsprechenden ORF-Karte um 38 Euro ausgestattet – natürlich auch den Empfang der digitalen österreichischen Programme gestattet. Dual-Receiver mögen deshalb vor allem in besonderen Anwendungsfällen von Vorteil sein, wenn man etwa daheim via Satellit empfängt, sich den Schrebergarten aber nicht mit einer Schüssel verschandeln will. Dann packt man die Settop-Box einfach ins Auto und schließt das Fernsehgerät im Garten via DVB-T an.

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