Speichermedien

Kein Trumpf im Spiel

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Konsument 7/2003 veröffentlicht: 17.07.2003

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Nun, es kommt darauf an. Und zwar darauf, wie die Gerätehersteller die Karten „gemischt“ haben. Denn sobald man sein digitales Spielzeug gekauft hat, ist man ohnehin nicht mehr frei in der Wahl, was man denn nun „ausspielt“. Was sich wo verwenden lässt, ist konstruktionsbedingt. Vor der Kaufentscheidung sollte man jedenfalls – bei sonst gleichwertigen Geräten – einen strengen Blick auf die Kosten des Zusatzspeichers werfen.

Flash-Memory-Technik

Die sind zum Teil genauso unterschiedlich wie die zur Verfügung stehenden Speicherkapazitäten und die Performance (Lese-/Schreibgeschwindigkeit) der Chip-Speicher. Dennoch haben alle Kärtchen auch eine Gemeinsamkeit: Sie beruhen auf der Flash-Memory-Technologie. Dabei werden die Daten in einem Speicher gelagert, der sie sich auch dann merkt, wenn kein Strom mehr fließt – sehr im Unterschied zum RAM (Random Access Memory = Arbeitsspeicher) im PC, bei dem die aktuellen Daten weg sind, sobald die Putzfrau den Stecker herausgezogen hat.

Werden herkömmliche Speichermedien damit überflüssig? Keineswegs.

Zwischenspeichern

Denn die Kärtchen sind in der Regel für eines nicht konzipiert: für die dauerhafte Speicherung von Daten zur Archivierung. Dies nicht zuletzt deshalb, weil ein Speichervolumen, wie es heute mühelos jede Festplatte um 100 Euro zu bieten vermag (etwa 80 Gigabyte), in Form von Flash-Memory-Medien den durchschnittlichen Anwender in den Privatkonkurs treiben würde. Die Flash-Domäne ist deshalb vielmehr das Erfassen und der Transport von Daten zur Zwischenspeicherung. Die dauerhafte Sicherung wird nach wie vor auf Festplatte oder CD erfolgen, in Zukunft wohl verstärkt auch auf DVD; bei kleinen Datenmengen auch noch auf der guten alten Diskette.

Disketten sind immer noch gefragt

Denn trotz der Bemühungen von Laptop-Herstellern, sie in die ewigen Jagdgründe der Datenverarbeitung zu befördern – indem einfach keine Diskettenlaufwerke mehr eingebaut werden –, feiert sie fröhliche Urständ: 70 Prozent der (Internet-)User verwenden dieses Speichermedium nach wie vor. Vor allem im beruflichen Alltag, wo sich beschreibbare CDs noch nicht voll etabliert zu haben scheinen. Obwohl diese mit einem Preis ab 60 Cent pro CD-Rohling in der Relation Speicherkapazität/Preis nur noch von der Festplatte konkurrenziert werden – die aber in ihrer herkömmlichen Form eben fix im PC eingebaut ist.

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