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Drehbuch zum Knüller

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Konsument 11/2001 veröffentlicht: 10.05.2002, aktualisiert: 07.06.2002

Inhalt

Lieber zu viel Material als zu wenig. Vermeiden Sie Takes, die kürzer als zehn Sekunden dauern. Sonst ärgern Sie sich später beim Schneiden über verpatzte Gelegenheiten. Schalten Sie zwischen schnellen Aktionen Ihre Kamera nicht aus, sondern schwenken Sie auf das Motiv. Besser diese Schwenks später herausschneiden, als wichtige Einstellungen nicht zu haben. Sie brauchen mit dem Material nicht zu sparen und können daher mehr aufnehmen, als Sie später für den fertigen Film brauchen. Achten Sie auch darauf, genug Detailbilder für spätere Zwischenschnitte „mitzunehmen“.

Nicht zu viele optische Effekte. Setzen Sie Schwenks sparsam ein. Im fertigen Film sollte bei Kamerabewegungen eine Richtung vorherrschen: entweder immer von links nach rechts oder immer umgekehrt. Aufnehmen sollten Sie aber beide Versionen. Beim Schneiden können Sie die besser passende Variante auswählen. Auch beim Zoomen sollten Sie sich zurückhalten. Das nutzt sich rasch ab, der Zuseher ermüdet.

Datumseinblendung. Verzichten Sie im Normalfall darauf. Sie wirkt zum einen unprofessionell, zum anderen sind dann keine zeitversetzten Schnitte mehr möglich.

Wichtig: der rote Faden. Eine alte Filmerweisheit lautet: Vor dem Schneiden sollte man sich das Material anschauen und die schönste Szene aussuchen – um sie dann wegzuwerfen. Der Sinn dahinter: Möglicherweise passt die Szene nicht ins Gesamtwerk. Wenn Sie bei einer Italienreise hauptsächlich Städte besichtigt haben, befremdet eine unvermittelte romantische Strandidylle. Wichtig ist der Gesamtzusammenhang, der viel zitierte „rote Faden“. Wählen Sie aus Ihrer Fülle von Material nur das zueinander Passende, und trennen Sie sich ohne Bedauern vom Rest.

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