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Amazon: Preisvergleich

Schnäppchen am Black Friday?

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KONSUMENT 12/2020 veröffentlicht: 16.11.2020

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Der Online-Händler wirbt jedes Jahr zum Black Friday mit günstigen Angeboten. Aber sind Produkte an diesem Tag wirklich billiger als das restliche Jahr über? Wir haben 12 Monate lang Preise beobachtet.

Bild: Burdun-Iliya / Shutterstock.com

Black Friday: Vermeintliche Schnäppchen?

Rund um den Black Friday häufen sich die Warnungen, dass Konsumenten sich vor vermeintlichen Schnäppchen in Acht nehmen sollen. Da man mit dem Black Friday sowie dem Cyber Monday vorrangig den Onlinegiganten Amazon in Verbindung bringt, haben wir einen Vergleich gestartet.

Beginnend mit September 2019 haben wir uns ein Jahr lang einmal pro Woche den aktuellen Preis von 35 Produkten (darunter zwei Amazon-Eigenprodukte), einem Film sowie einer Serie auf Prime ­Video notiert.

Preisvergleich über zwölf Monate

Bei der Auswahl achteten wir darauf, ­vorrangig bekannte Markenprodukte aus verschiedenen Kategorien abzudecken: Elek­tronik, Spiele, Sport, Haushalt, Mode, ­Kosmetik.

Zudem haben wir die Daten von Premium-Kunden (Prime) sowie Nicht-­Amazon-Kunden (anonym) aufgezeichnet. Hier wollten wir feststellen, ob es Unterschiede beim Preis gibt. Besonders genau hingesehen haben wir rund um den Black Friday 2019.

Nur wenig wirkliche Vergünstigungen

Amazon veranstaltete damals sogar eine ganze "Black Week" mit dem Black-Friday-Wochenende als Höhepunkt. Und nun die Gretchenfrage: Sind Produkte in diesem Zeitraum günstiger als das rest­liche Jahr über?

Sie ahnen es schon. Die Antwort lautet "Nein, aber". Nur wenige der von uns ausgewählten Produkte waren rund um den Black Friday "on Sale". 

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Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
12 Stimmen

Kommentare

  • Kampfansage dynamic pricing
    von Mnemosyne am 27.11.2020 um 14:49
    Viele Kunden kennen zwar das Phänomen, wissen aber nicht was dahintersteckt. "Dynamic pricing" ist bereits in vielen Bereichen (versteckt) vorgedrungen. Auch in heimischen Hotels wird die digital gestützte Preisgestaltung, die unter anderem auf der erhobenen Kaufkraft des Users basiert, großflächig eingesetzt.

    Den meisten Nutzern ist vorallem nicht bewusst, wie wichtig es ist einen sicheren und datenschutz-optimierten Browser zu verwenden. Die Einstufung der Faktoren – dringender Bedarf, Interesse am Produkt, Zeitraum, Preisvergleich und Suche – werden nämlich durch die Verfolgung im Internet erhoben, was durch Cookies, Browser-ID und generell die Ad-ID des Nutzers bewerkstelligt wird. Wer keinen Schutz gegen Nachverfolgung im Netz anstrengt, wird zusätzlich durch dynamic pricing belastet.

    Hier wird massiv am Abbau der Gleichbehandlung des Konsumenten gearbeitet. Preise sind zukünftig bei dieser anhaltenden Entwicklung der Willkür und des Kunden-Branding der Werbeindustrie unterworfen.

    Der beste Weg, um dieser Entwicklung zu stoppen, ist es diese Konzerne erst gar nicht mehr zu unterstützten!
  • Milliarden für s Monopol
    von Mnemosyne am 27.11.2020 um 14:34
    Es ist schon besonders fragwürdig, wie leichtfertig die Konsumenten unreflektiert weiterbestellen und Amazon zum Milliardenplus in der Krise verholfen haben.

    Alles spricht heute von Umweltschutz, Nachhaltigkeit und fairem Handel. Wenn es allerdings darum geht, den Komfort der Bestellsucht von der heimeligen Couch aus zu hinterfragen, gibt man sich kleinlaut und unkritisch - auch Medien und Konsumentenschutz.

    In den USA gibt es keine einzige (!) Form von Gewerkschaft im Konzernbetrieb von Amazon. Das wird alles sukzessive unterbunden - so manche Anstrengung wird mit "rechtzeitiger" Entlassung abgestraft. Und dazu werden die Mitarbeiter nun offiziell digital ausspioniert:

    https://netzpolitik.org/2020/ueberwachung-am-arbeitsplatz-amazon-spioniert-seinen-beschaeftigten-in-leipzig-hinterher/

    In den vergangenen Jahren ist zudem eine perfide Strategie von Amazon ans Licht gekommen. Amazon observiert Produkte, die im Marketplace von Dritthändlern angeboten werden. Am Beispiel Stromkabel: Sobald die Nachfrage für ein gewisses Produkt da ist, wird es mit der Eigenmarke (z.B. Amazon Basics) in den Suchergebnissen ganz oben ersetzt.

    https://www.rnd.de/wirtschaft/amazon-kartellverfahren-eu-kommissarin-vestager-nimmt-online-shop-von-jeff-bezos-ins-visier-SX6CEFNYHNBZZMZ4AAAM2CWHQQ.html

    Zu den Arbeitsbedingungen gibt es haufenweise Dokumentationen, dei schon alleine zum Boykott dieses Monopols führen sollten:

    https://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Nach-ARD-Doku-Amazon-will-Vorwuerfe-pruefen-id24069511.html

    ---

    Wie können wir der heimischen Wirtschaft wieder zum Aufschwung verhelfen?
    Hört auf bei Amazon zu bestellen. Kauft wieder in heimischen Buchläden. Kauft lokal, nachhaltig und unterstützt faire Arbeitsbedingungen.

    Und hier wurde das Thema Datenschutz – amazon cloud services, AWS, Echo, Gesichtserkennungsdienste – noch gar nicht angesprochen!
  • Amazon
    von ling am 24.11.2020 um 10:41
    @Gottfried Ofner: Das möchte ich so nicht stehen lassen. Die "extreme" Kundenfreundlichkeit kann sich ganz schnell als Wunschdenken herausstellen. Versuchen Sie einmal bei einer Reklamation eine individuelle E-Mail mit speziellen Fragen zu übermitteln. Sie erhalten grundsätzlich nur Standardtextbausteine als Antwort. Das ist bei einem Online-Anbieter zwar nicht unüblich, doch mit jeder Nachricht die gesendet und beantwortet wird, hat man das Gefühl, dass am anderen Ende entweder ein Voll... (den Rest erspare ich mir) sitzt oder der Bearbeiter überhaupt nicht willig ist, auf das Problem näher einzugehen. Passt der Sachverhalt nicht in die Standardantworten, dann hat man Pech gehabt. Da können Sie schreiben was Sie wollen, es wird viel geredet, aber nichts gesagt. Alleine die Phrasendrescherei mit diesen überfreundlchen Formulierungen können einen zur Weißglut bringen. Irgendwann ist es dann so weit, dass man das Handtuch wirft, seine verplemperte Zeit hochrechnet, um entnervt aufzugeben.
    Zum Bestellvorgang möchte ich noch etwas loswerden: Ja, es stimmt, dass Amazon bei Bestellungen extrem flexibel ist. Allerdings dürfte der Versand nach Österreich in bestimmten Fällen doch nicht sehr erwünscht sein. Man bestellt, geht zur Kasse und erhält ganz am Schluss bei einem Artikel den lapidaren Hinweis, dass "ein Problem aufgetreten sei". Nämlich, dass der Artikel nicht nach Österreich oder nicht an eine bestimmte Adresse geliefert werden könne. Und dies, obwohl man bei der Bestellung genau darauf geachtet hat, dass bei der Artikelbeschreibung nicht der Hinweis "kann nur innerhalb Deutschlands vesendet werden" oder "kann nicht nach Österreich...." aufscheint. Paradoxerweise treten bei einer Prime-Mitgliedschaft solche "Probleme" äußerst selten auf. Hier werden selbst Waren mit ganz geringen Preisen einzeln zugestellt. Scheinbar gilt hier das alte Sprichwort noch immer: "Wer zahlt schafft an".
    Ich spreche hier nicht von einem Kleinteil, dessen Preis einen Bruchteil der Versandkosten ausmacht, sondern von ganz normalpreisigen Waren wie zB einem Datenträger. Früher war das häufig bei Leermedien der Fall (vielleicht unterstellt man, dass Österreich ja das Paradies der Raubkopierer wäre, weil wir hinsichtlich Urheberrechtsverletzungen relativ moderate Gesetze haben bzw hatten), mittlerweile ist es insoweit besser geworden, als Rohlinge eher seltener geordert werden (Streaming und schnelle Internetzugänge lassen grüßen).
    Wie dem auch sein, nur weil Amazon recht großzügig bei Rücksendungen verfährt, bedeutet das noch lange nicht, dass diese Firma generell sehr kundenfreundlich ist. Es kommt natürlich immer auf den Einzelfall an.
    Um jedoch beim Thema zu bleiben: Bei offenkundigen Schnäppchen (eine vorherige Abfrage bei geizhals.at kann nie schaden) heißt es eben wirklich sofort zuzuschlagen und die Bestellung gleich abzuschließen. Das ist zwar nicht unbedingt mit dem Umweltschutz vereinbar, doch hier muss man abwägen: Geld sparen (oder besser gesagt, Mehrausgaben vermeiden) oder mehrere Artikel in eine Bestellung übernehmen, mehr ausgeben, dafür aber ein gutes Gewissen haben. Wie sich der Großteil der Bevölkerung entscheidet, sieht man ja tagtäglich an den immer häufiger anzutreffenden Fahrzeugen der Zustelldienste...
  • Preissprünge bei Amazon
    von Dunkelsteinerwald am 21.11.2020 um 08:51
    Sehr unangenehm bei Amazon erlebe ich die Preissprünge. Dasselbe Produkt kann nach meiner Wahrnehmung innerhalb kurzer Zeit wesentlich teurer werden. Besonders ärgerlich : wenn ich unangemeldet Waren aufrufe, ist der Preis niedriger. Kaum melde ich mich an, wird ein höherer Preis angezeigt.

    Dass die angeblichen Schnäppchen tatsächlich oft nicht wirklich günstig sind - das erlebe ich genauso.
  • Andere Erfahrungen
    von Konsument 1964 am 17.11.2020 um 12:42
    Ich bestelle nur mehr bei amazon, wenn es gar nicht anders geht, als er nicht nur Bücher im Sortiment führte, sondern einen "Gemischtwarenladen" aufmachte, hat er sehr nachgelassen, allerdings nicht die Lagerarbeiter etc., sondern die Büroleute. Allerdings sollen die Zusteller noch schlimmer sein als DHL, daher meide ich amazon jetzt überhaupt. Ich kaufe online und stationär meistens bei thalia. Und ansonsten bei der WBG. Ansonsten nur Spezialverlage und -buchhandlungen. Mit Klarna hatte ich noch nie ein Problem, es ist auch weniger empfindlich als eps.