Ärger im Internet: Phishing, Spam, Cybercrime

Faule Mails und Internetbetrug

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veröffentlicht: 02.12.2013, aktualisiert: 02.12.2014

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Sie haben eine Erbschaft gemacht? Ein Online-Shop bietet hochwertige Produkte zu Billig-Preisen? Ein Freund braucht ganz dringend Geld? - Zahlreiche Leser berichten uns über Online-Betrugsversuche. Hier eine Sammlung.

E-Mails sind Gäste, die gerne etwas mitbringen – im Märchen brachten gute Gäste Kuchen, Wein und Nüsse und die bösen schenkten vergiftete Äpfelchen. Die sind inzwischen out aber Malware, Spam, Scam und Phishing sind in. Manche dieser Mails sind nur ärgerlich, aber einige gefährlich. Firewall, Antivirenprogramm, Software zur Internet Security helfen durchaus - aber sie filtern nur einen Teil des Mists.

Von Lesern für Leser

Auf den folgenden Seiten haben wir Betrugswarnungen veröffentlicht, die uns KONSUMENT-Leser melden. Machen Sie sich ab Seite 2 selbst ein Bild, die aktuellsten sind oben, die älteren unten. - Belästigung, Täuschung und Betrug haben viele Gesichter – hier die häufigsten

  • Überraschende Gewinne und Erbschaften
  • Freund in Geldnot
  • Kontaktanzeigen ("From russia with love")
  • Kaufangebote mit unerwarteten und hohen Zusatzkosten
  • Grundlose Mahnungen
  • Rip-Deals: Geldwechselbetrug
  • Nigeria-Connection: Geldtransfer
  • Typosqatting: Tippfehler in der Internetadresse
  • Internetabzocke durch Ahnenforschung, Routenplaner, Gratis-Downloads …
  • Polizeitrojaner und Viren aller Art
  • Promis bewerben attraktive Produkte
  • Datendiebstahl
  • Falscher Luxus
  • Informationen zur Gesundheit


10 Regeln gegen Internetbetrug

  1. Passwörter: Wählen Sie Passwörter sorgfältig aus, wechseln Sie diese gelegentlich und geben Sie Passwörter nicht weiter!
  2. https: Für Zahlungen im Internet nur sichere Verbindungen (https://... – beachten Sie das kleine „s“, ) verwenden, kein öffentliches WLAN benutzen.
  3. Persönliche Daten: Seien Sie grundsätzlich sparsam bei der Weitergabe persönlicher Daten, besonders bei Kontodaten.
  4. Konto: Alle Kontoauszüge regelmäßig kontrollieren!
  5. "Sie haben gewonnen …" sollte Sie immer skeptisch machen; besonders, wenn Sie an keinem Gewinnspiel teilgenommen haben.
  6. Gebühren: Keine Überweisungen an Unbekannte ohne Gegenleistung, etwa eine "Bearbeitungsgebühr", um einen "Gewinn" zu erhalten.
  7. Unbekannte: Mails von unbekannten Absendern am besten ignorieren und auch bei neugierig machendem Betreff löschen.
  8. Zip-Dateien und Links in Mails von unbekannten Absendern nicht öffnen, sie können Viren und Trojaner enthalten.
  9. Nix deitsch: Grobe Rechtschreib- und Grammatikfehler und abenteuerliche Geschichten in E-Mails sind ein Hinweis auf dubiose Geschäftsanbahnung.
  10. Hausverstand einsetzen: Was unglaublich gut klingt, ist meist auch im Internet mit einem Haken verbunden.

Mehr Information zu dem Thema finden Sie in unserer Sonderbeilage aus dem Jahr 2012 und auf Europakonsument im Themenbereich Internetabzocke. Folgen Sie auch den Links.

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Wertung: 4 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Kommentarfunktion (keine Umbrüche)
    von ling am 25.11.2017 um 01:39
    Zum soeben verfassten Kommentar möchte ich noch anmerken, dass es offenbar keine Möglichkeit gibt, Zeilenumbrüche mitzusenden. Dies ist nicht nur sehr schade, sondern fördert den Lesefluss überhaupt nicht, denn der Kommentartext wird - wie man es in Österreich so schön formuliert - "in einer Wurscht" angezeigt. Daher meine Anregung an die Redaktion: Bitte eine derartige Funktion einbauen - in anderen Foren ist dies Standard, also warum nicht auch bei Konsument? Text der ansprechend formatiert werden kann, wird auch (vollständig) gelesen. Danke für die Mühe.
  • Mail-Rechnung mit Anhang vs Internetbetrug/Phishing-Mail
    von ling am 25.11.2017 um 01:35
    @Tiroler99: Sie haben völlig Recht - besser könnte man es nicht formulieren. Ob man eine von Ihnen genannte Software braucht oder nicht, das muss jeder selbst entscheiden. Euro 15,- sind nicht viel Geld, das wäre gut angelegt. Leider sind heutige Phishing-Mails zT schon sehr gut gemacht, sodass auch der Kundige ein zweites Mal hinsehen muss, um gut von böse zu unterscheiden. @Dunkelsteinerwald: Leider stimmt Ihre Aussage, denn ich musste bei einer Mail der EVN auch Rücksprache halten, ob denn nun wirklich die Teilbeträge in Zukunft per Mail bekanntgegeben werden, was vom Kundencenter bejaht wurde. Das ist pure Schlamperei und sollte sofort bemängelt werden. Je mehr Kunden dies tun, desto rascher ändert sich etwas. Zu Ihrer Bemerkung über den Ärger über Firmen und Organisationen hinsichtlich der Praxis, Rechnungen als Mailanhänge zu versenden: Ich finde das sehr erfreulich, denn so habe ich alle Unterlagen digital, kann mir eine "Ordnung" aufbauen und habe bei Bedarf (der so gut wie nie vorhanden ist) immer noch die Möglichkeit ein Papierexemplar ausdrucken. Die Rechnungen sind digital signiert und haben daher auch bei Behörden Beweischarakter von Papierdokumenten. Da ich nicht gerade ein Freund von "Ablage" und richtigen Ordnern bin, kommt mir diese Vorgangsweise sehr entgegen. Falls Sie grundsätzliche Bedenken wegen des Absenders haben, so sollten Sie in Ihrem Mailprogramm langsam mit der Maus über die Absenderadresse fahren bzw dort verweilen. Je nach Mailprogramm sehen Sie entweder in der Browserstatuszeile (das ist der untere Rand) die tatsächliche Absenderadresse oder es erscheint über der Absenderadresse bereits ein kleines Rechteck mit der Adresse. Handelt es sich um ein Original, dann würde dort sinngemäß angezeigt, zB news@konsument.at, und nicht mehr. Liegt eine Phishing-Mail vor, finden Sie dort entweder eine ungleich längere Andresse, oder es liegt eine Mail-Adresse vor, die nicht sofort auf den Absender schließen lässt. Diese Mails sollte man sofort löschen. ****************** Beispiel: Eine Phishing-Mail von "PayPal". Absender: PayPal, Betreff: PayPal - Verifizierung Ihres Kundenkontos. Hier sollten schon die Alarmglocken läuten, denn kein seriöser Anbieter verlangt eine Verifizierung per E-Mail. Das gilt auch für Bankkonten und ähnliches mehr. Nun zum Mailtext: ****************** Wir brauchen Ihre Mithilfe Guten Tag, bedingt durch eine erhöhte Zahl der Angriffe auf unser Netzwerk führen wir regelmäßige, zufällige Verifizierungen unserer Kundenkonten durch. Mit Hilfe dieser Kontrollen beugen wir möglichen Fällen von Missbrauch vor und erhöhen zusätzlich die Sicherheit unserer Kunden. Wir bitten Sie daher, sich als Inhaber Ihres PayPal-Kontos zu identifizieren und uns dabei zu unterstützen, die Rechtmäßigkeit des Kontos sicherstellen zu können. Ist es nicht möglich, Sie als Inhaber zu bestätigen wird das Konto aus Sicherheitsgründen gesperrt, um einen möglichen Missbrauch zu verhindern. Verifizieren Sie jetzt Ihre Identität Nehmen Sie zur Kenntnis, dass es sich hierbei ledglich um eine Präventivmaßnahme handelt um zukünftig eine erhöhte Sicherheit für Sie und Ihre persönlichen Daten gewährleisten zu können. Viele Grüße Ihr Team von PayPal ****************** Bewegt man nun den Mauszeiger auf "Verifizieren Sie jetzt Ihre Identität", so erscheint die Seite zu der man weitergeleitet wird: https://deref-web-02.de/mail/client/JUckjDEdlgQ/dereferrer/?redirectUrl=http%3A%2F%2Fveripay.pw%2FPfs7m In unserem Beispiel: www.veripay.pw/PFs7m. Bei der länderspezifischen Kennung PW handelt es sich um Palau, einer Südseeinsel in Mikronesien. PayPal besitzt allerdings die Kennung COM, sodass auch hier schon eine eindeutige Unterscheidung möglich ist. Besitzt unsere Mail dann noch einen Anhang, dann wird der Trojaner gleich mitgeliefert - also ungelesen löschen.
  • Zunehmende Umstellung auf Mail-Rechnung mit Anhang
    von Dunkelsteinerwald am 18.03.2017 um 10:04
    Die Gefahr nimmt zu, dass sich in Anhängen von sehr gut gefälschten Unternehmensmails Malware verbirgt. Da finde ich es sehr ärgerlich, dass immer mehr Firmen und Organisationen ihre Rechnungen als Anhang von Mails versenden, und im Mail nicht einmal Zahlungsbetrag und Konto angeben. Man wird so genötigt, den Anhang zu öffnen. Wie bitte soll ich erkennen, ob ein Mail tatsächlich vom ÖAMTC stammt, von "Herold" etc. - oder ob es gefälscht ist (um nur 2 Beispiele zu nennen). Ich persönlich weigere mich mittlerweile, Mailanhänge zu öffnen.
  • Internetbetrug
    von ling am 13.05.2016 um 15:25
    @Kukla ...Ich hatte aber keinerlei Kontakt zu dieser Firma und ein rückgeschicktes Antwortmail kam natürlich unzustellbar zurück... Und warum schreiben Sie überhaupt zurück? Das ist doch quasi eine Bestätigung für den Phisher oder Spammer, dass Ihre Adresse existent ist und Sie wieder belästigt werden können.
  • Die Neugier ist ein Luder
    von Tiroler99 am 23.12.2014 um 20:41
    Das Problem sind nicht die Spam Mails, sondern die neugierigen User die sie öffnen und auf links oder Anhänge klicken. Ich verwende seit Jahren Superspamkiller_pro (Preis ca. € 15,- auf http://www.superspamkiller.de). Die Software zeigt mir die Mails vorab die am Sever des Providers sind. Ich kann sie als reines Textfile vorab ansehen bzw. die Software hat natürlich ein tolles, zum selbereinstellen, Filtersystem. Nach dem Motto: die guten ins Töpfchen die schlechten löschen wir schon am Providerserver. Damit kommen sie nicht auf meinen PC und ich nicht in Versuchung irgendwelche dubiosen links o. ä. anzuklicken. Einzige Voraussetzung, Neugier abschalten! Sonst macht die beste Software keinen Sinn. LG aus Tirol und schöne Weihnachten, Josef
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo